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Spanische Armada - Geschichte Spaniens

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Die Spanische Armada (spanisch die Bewaffnete) war die Kriegsflotte, die der spanische König Philipp II. gegen England einsetzte. Vorwand für die Entsendung der spanischen Armada war die Hinrichtung der schottischen Königin Maria Stuart. Ziel war der Sturz der englischen Königin Elisabeth I., die als Schwester von Maria I. Tudor, Schwägerin von Philipp II. gewesen war. Die spanische Flotte stand unter dem Kommando von Herzog von Medina Sidonia, einen erfahrenen Logistiker, der aber kein Seemann war. Auf englischer Seite stand dem Lord Charles Howard von Effingham und der Vizeadmiral Francis Drake, der an Bord der Revenge war, und für ein Geschwader aus 34 Schiffen verantwortlich war.

Das Auslaufen der spanischen Armada

Die spanische Armada, die Ende Mai 1588 aus Lissabon auslief, bestand aus 130 Schiffen, die mit 27.000 Soldaten bemannt und mit über 2600 Kanonen bestückt waren. Ziel waren die Niederlande, dort sollte eine spanische Invasionsarmee unter Alexander Farnese, dem Herzog von Parma, an Bord genommen werden.
Am 31. Juli 1588 erscheint die vermeintlich unüberwindliche Armada in der Straße von Dover. Die Seeschlacht zwischen England und Spanien beginnt.
Der englische Oberbefehlshaber, der High Admiral Lord Charles Howard of Effingham, Earl of Nottingham, war klug genug auf die erfahrenen Staatspiraten in seiner Reihe zu hören und diese das Geschwader kommandieren zu lassen. Diese waren John Hawkins, Robert Greynville, Martin Frobisher, die nach der Schlacht von Königin Elisabeth I. dafür geadelt wurden, sowie Lord Henry Seymour, Sir Walter Winter und Sir Francis Drake.
Die Engländer waren mit schnellen Schiffen ausgestattet. Die Feldschlangen an Bord hatten eine größere Entfernung. Die spanischen Schiffe waren schwerer, erheblich beladen, die Kanonen hatten nur eine kurze Entfernung.

Großer Vorteil der spanischen Flotte war die gute Disziplin ihrer Seeleute. So schafften diese die Formation der Armada ständig geschlossen zu halten, so dass die englischen Angriffe aus der Distanz nur wenige Schäden verursachten und das Ziel der Armada, die Niederlande zu erreichen, auch gelang. Dort stand die Invasionsarmee Alexander Farnese aber nicht bereit. Die spanische Flotte ankerte im Hafen von Calais. Dies machte sich die englische Flotte zunutze und setzte Brandern (brennende, führerlose Schiffe) ein. Die Spanier mussten ungeordnet den Hafen verlassen, der große Vorteil, einer geschlossenen Formation gegen die Engländer, war dahin. Bei der Anschließenden Seeschlacht von Gravelines konnten die Engländer eine Handvoll spanischer Schiffe versenken. 2000 Spanier kamen ums Leben, einige hundert Engländer starben. Die Schlacht ging Unentschieden aus, allerdings hatten die Engländer ihre Strategie durchsetzen können, scheiterten mitunter aber auch an Munitionsmangel.

Das Scheitern der Armada

Den Engländern kamen die Stürme zu Hilfe. Durch diese konnte die spanische Armada nicht in den Kanal zurücksegeln, die Invasion Englands musste abgebrochen werden. Großadmiral Herzog von Medina Sidonia fasst den folgenschweren Entschluss, die Heimreise um England und Schottland herum anzutreten. Weitere Stürme dezimierten die spanische Flotte weiter. Insgesamt 64 spanische Schiffe gehen verloren, 12.000 Männer sterben. Philipp II. dazu: Ich habe meine Armada zum Kampf gegen die Engländer ausgesandt, nicht gegen Naturgewalten.

Verluste auf Seiten Englands

Aber auch auf englischer Seite waren die Verluste erheblich. 6000 bis 8000 Seeleute starben, viele allerdings an Dysentrie (Ruhr) und Flecktyphus.
Im nächsten Jahr versuchte eine englische Flotte die Spanier in ihren Häfen anzugreifen, was aber misslang.

Nach der Niederlage der spanischen Armada begann Spanien mit dem Aufbau einer Kriegsmarine für den Atlantik, auch um den Überseehandel mit Amerika zu schützen.

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