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Pablo Picasso und sein politisches Engagement - Politik

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Pablo Picasso stand seit 1900 mit dem linksliberalen, antiklerikalen und anarchistischen Künstler- und Literatenkreis Els Quatre Gats in Barcelona in Verbindung. In Paris gehörten Kommunisten zu seinen Freunden. Vor Beginn des Spanischen Bürgerkriegs war Pablo Picasso relativ unpolitisch eingestellt.
1936 kommt es in Spanien zum Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges. Erst durch dieses einschneidende politische Erlebnis entwickelte Pablo Picasso politisches Engagement. Er war von den Reformen der gewählten Regierung in Spanien, dazu gehörten Bodenreformen, Ausbau des Bildungsnetzes mit öffentlichen Schulen und eine generelle Liberalisierung in Spanien, überzeugt und ein Anhänger der Volksfront-Politik. Er lebte zwar weiter in Paris, unterstützte aber die demokratisch gewählte republikanische Regierung Spaniens, die sich gegen die Putschisten, angeführt von General Francisco Franco zur Wehr setzen musste. 1937 schrieb und bebildete Picasso das Buch Sueño y mentira de Franco, eine bösartige Satire über den Caudillo Franco. Mit dem Erlös aus den Verkäufen, versuchte Picasso die spanischen Republikaner zu unterstützen. Sein Engagement wurde von der Republik anerkannt und so wurde er 1937 in Abwesenheit zum Direktor des Prado in Madrid ernannt. Im gleichen Jahr veröffentlicht die New York Times eine Erklärung von Picasso, in der für die Regierung in Spanien eintritt. Außerdem erhielt er im Januar 1937 den Auftrag den spanischen Pavillon auf der Weltausstellung in Paris zu gestalten. Am 26. April 1937 wurde das baskische Städtchen Guernica durch die deutsche Legion Condor bombardiert und durch den daraus entstehenden Brand zu 80 Prozent zerstört, viele Menschen vor allem Zivilisten werden bei dem Angriff getötet, insgesamt starben wohl mehr als 1600 Einwohner der Stadt. Nach dem Luftangriff auf Guernica schuf Pablo Picasso das gleichnamige Gemälde und prangerte auf diesem das Verbrechen an. Ursprünglich wollte er für den Spanischen Pavillon ein Bild mit dem Titel Der Maler und sein Modell schaffen. Das Bild Guernica wird noch im gleichen Jahr im panischen Pavillon auf der Weltausstellung in Paris ausgestellt. Gemalt ist Guernica in Grisaille, einer Technik bei der statt Farben abgestufte Grautöne verwendet werden. Es zählt zu den berühmtesten Antikriegsbildern. Danach versuchte Pablo Picasso die französische Regierung zum Eingreifen in den spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Republik zu bewegen, allerdings hatte der Künstler damit keinen Erfolg. Guernica wird nach der Weltausstellung in Paris noch in verschiedenen Ausstellungen in Skandinavien, England und den USA gezeigt. Pablo Picasso vermachte das Bild einer zukünftigen spanischen Republik. Die Diktatur in Spanien dauerte bis 1975, bis zum Tode Francisco Francos an, daher wurde das Bild von 1939 bis 1981 im Museum of Modern Art in New York ausgestellt und dann nach Spanien gebracht. Zunächst wurde es in den Prado in Madrid gebracht, heute befindet es sich im Museo Reina Sofia.

Im gleichen Jahr wie Guernica entsteht auch das Bild Madre con niño muerto (Mutter mit totem Kind).

Nach der Befreiung von Paris im Zweiten Weltkrieg trat Pablo Picasso 1944 in die Kommunistische Partei Frankreichs ein. 1945 wird er Vorsitzender des französisch-spanischen Hilfskomitees für republikanische Spanier. Im Jahr 1948 verleiht im die französische Regierung die Medaille de Reconnaissance Française.

Pablo Picasso und der Frieden

Später arbeitet er mit der Friedensbewegung zusammen. Zur Pariser Weltfriedenskonferenz malt er ein Plakat mit einer Friedenstaube (1949), es wird weltweit Symbol für den Frieden, seine im gleichen Jahr geborene Tochter nennt er Paloma (Taube). Heute ist die weiße Taube vor blauem Himmel als Symbol für die Friedensbewegung weltweit bekannt.
1951 malt er das Gemälde Massaker in Korea, als Protest der Invasion der US-Amerikaner in Korea. 1952 entstehen zwei weitere politisch motivierte Wandgemälde: Der Krieg und Der Frieden, bestimmt waren sie für die Kapelle von Vallauris. Im gleichen Jahr unterschreibt er zusammen mit Henri Matisse einen Friedensaufruf.
1953 verscherzt er es sich nach den USA, er gilt als zu links, außerdem wurden Kommunisten in den USA damals sehr argwöhnisch beobachtet, auch mit der Sowjetunion, da sein Porträt von Josef Stalin den Anhänger des Diktators in der UdSSR missfällt. Seine Kunst gilt in den UdSSR als dekadent. Pablo Picasso zieht sich wieder in die schöpferische Einsamkeit zurück und bildet weiter Meisterwerke der klassischen Malerei in dem ihm eigenen Stil.


Inhaltsverzeichnis Pablo Picasso

Pablo Picasso
1901 bis 1905 - Die Blaue Periode von Pablo Picasso
1905 bis 1907 - Die Rosa Periode von Pablo Picasso
1908 bis 1920 - Pablo Picasso und der Kubismus
Pablo Picasso nach 1920
Pablo Picasso und sein politisches Engagement
Pablo Picasso und die Frauen
Pablo Picasso Zitate


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