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Pablo Picasso und der Kubismus - 1908 bis 1920
Der Kubismus ist ein Wendepunkt in der Malerei. Er bildet den Anfang der abstrakten und nichtsachlichen Kunst. Das Wort Kubismus entstand 1908, als der Kunstkritiker Louis Vauxcelles ein Werk des französischen Malers Georges Braques, einen Freund von Pablo Picasso, als „bizarreries cubiques“ bezeichnete.
1908 bis 1912 - Pablo Picasso & der Analytischer Kubismus
Gemeinsam mit Georges Braques entwickelte Pablo Picasso die Stilrichtung des analytischen Kubismus. Dabei beschäftigte er sich mit Formfragen. Dinge sollten auf organisierte einfache geometrische Formen zurückgeführt werden. Kubistische Kunst ist im Prinzip ein Zerlegungsprozess. Bei der Darstellung der Modelle werden neben Würfeln (lateinisch cubus) auch Kegel, Kugeln sowie Zylinder genutzt. Gegenstände werden in geometrische Formen aufgelöst (Frau mit Gitarre, Ma Jolie). Gemalt wurde auch in der Simultanansicht, dabei wurde ein Objekt so dargestellt, als sähe man es von allen Seiten zur gleichen Zeit. Eines der ersten Werke im neuen Stil war das Gemälde Les demoiselle d'Avignon aus dem Jahre 1907, es war noch in rosa gehalten, die Formgebung der dargestellten Frau war aber bereits vom Kubismus geprägt. Beeinflusst wurden Picasso und Braque durch ihre Auseinandersetzung mit der Kunst der Naturvölkern, aber auch durch traditionelle iberische Kunst und durch Werke des französischen Malers Paul Cézanne, der im Jahre 1906 gestorben war. Bevorzugte Motive während der Schaffensphase des analytischen Kubismus waren Stillleben, hier wurden bevorzugt Musikinstrumente dargestellt, aber auch Menschen.
1912 bis 1920 - Pablo Picasso & der Synthetischer Kubismus
In der Schaffensphase des analytischen Kubismus wurden Motive noch in einzelne geometrische Objekte zerlegt. Dies änderte sich im synthetischen Kubismus, hier wurden die einzelnen Objekte wieder zusammengesetzt. Dabei gingen grafische Elemente zusammen mit Materialen wie Sand, Zeitungsausschnitte oder Holz in Pablo Picassos Werken eine Synthese ein, daher auch synthetischer Kubismus. Die Bilder werden durch den Einsatz von Materialien zunehmend plastischer, ragen aus den Leinwänden hervor. Dabei entdeckte Picasso auch neue Möglichkeiten, Bilder zu gestalten, beispielsweise „papiers collés“ Klebebilder, später Collagen genannt.
Neben den kubistischen Arbeiten zeichnet Picasso ab 1915 auch wieder realistische Porträts.
Inhaltsverzeichnis Pablo Picasso
Pablo Picasso Einführung
1901 bis 1905 - Die Blaue Periode von Pablo Picasso
1905 bis 1907 - Die Rosa Periode von Pablo Picasso
1908 bis 1920 - Pablo Picasso und der Kubismus
Pablo Picasso nach 1920
Pablo Picasso und sein politisches Engagement
Pablo Picasso und die Frauen
Pablo Picasso Zitate
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