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Legende um die Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Mauren

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Um die Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die aus Afrika anstürmenden Mauren rankt sich auch eine Legende deren Kern sich um Verrat dreht:

Graf Julián, westgotischer Gouverneur von Ceuta (heute in spanischen Besitz) hatte eine Tochter, Cava Florinda, die er an den westgotischen Königshof von Toledo schickte. Dort war Rodrigo (Roderich) kurz zuvor zum König gewählt worden, allerdings war er nicht unumstritten es gab auch noch einen Gegenkandidaten Witiza. König Rodrigo sah die schöne Cava Florinda und vergewaltigte diese. Cava Florinda unterrichtete ihren Vater von dem schändlichem Verhalten des Königs. Zudem war die Schande bald sichtbar, hatte der König Cava Florinda auch geschwängert.

Graf Julián war darüber so erzürnt, dass er mit dem Gouverneur von Tanger, dem Mauren Tariq ibn Ziyad, ein Bündnis zur Rache gegen den König schloss. Letztendlich hatte sein Plan Erfolg, Tariq ibn Ziyad führte 711 die zweite Welle von Berbern an, die über die Meerenge von Gibraltar setzte und auf der iberischen Halbinsel einfiel. Bei einer Schlacht zwischen Arabern und den Truppen von König Rodrigo wird der christliche König noch im Jahre 711 getötet.

Sollte Graf Julián allerdings Anhänger von Witiza gewesen sein, hatte zwar seine Rache an Rodrigo Erfolg, allerdings zu dem Preis, dass die Mauren fast 800 Jahre im Land blieben.
Ob die Geschichte der Wahrheit entspricht? Die Geschichte der vergewaltigten Cava Florinda wird in christlich-spanischen und arabischen Quellen erwähnt, ein historischer Kern könnte dahinter stecken. Allerdings gehörte Ceuta wohl nicht zum Machtbereich der Westgoten, wenn also Graf Julian über Ceuta herrschte, war er wohl kein Gefolgsmann oder Vasall der westgotischen Könige der iberischen Halbinsel.

Für die einen ist es Verrat gewesen, was Graf Julián im Namen der Ehre seiner Tochter tat. Für andere ist die Vergewaltigung durch den König ein Sündenfall, der die Eroberung zur Folge hat. Der Einfall der Mauren als Strafe für sündiges Verhalten …


Maurenherrschaft in Spanien

Die Herrschaft der Mauren in Spanien dauerte von 711 bis 1492. Mit dem Fall von Granada war die Reconquista in Spanien abgeschlossen. Die Ausdehnung des Machtgebiets in dieser Zeit nahm höchst unterschiedliche Ausmaße an.


Siehe auch:
Reconquista | Mudejares | Mezquita | Spanische Ritterorden
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