Biografie von Juan Sebastian Elcano, dem die erste Weltumsegelung in der Geschichte gelang. travelchannel - tested for happiness

Infos und Fundstücke zum Thema erste Weltumsegelung

Insgesamt war die Victoria 1124 Tage unterwegs gewesen. Die Weltumsegelung hatte 1082 Tage gedauert. Bereits als die Victoria auf den Kapverden angekommen war, war sie bereits westlicher als bei dem Start der Expedition knapp drei Jahre zuvor.

Mit der Erdumsegelung war die Kugelgestalt der Erde, an der es ohnehin keinen Zweifel mehr gab, bewiesen. Allerdings hatte Magellan wohl auch mit Aberglauben unter seiner Mannschaft zu kämpfen, den viele vermuteten Ungeheuer oder gar einem Abgrund auf der Fahrt zu begegnen.

Breitengerade konnte man im 16. Jahrhundert bereits bestimmen, nur die Längengerade noch nicht. Navigiert wurde mit nautischen Geräten wie dem Astrolabium. Mit diesem konnte die geographische Breite nach dem Stand der Sterne ermittelt werden.

Magellan konnte zwar die Weltumsegelung nicht beenden, er war aber trotzdem der Erste und damit vor Elcano, der die Welt umrundet hatte. Er hatte die Molukken bereits auf einer früheren Reise kennen gelernt. Bei seinem Tod in dieser Weltgegend schloss sich somit der Kreis. Zu seinen Verdiensten zählt auch die Entdeckung der Seepassage zwischen Atlantik und Pazifik, die Magellanstraße.


Die Magellan Expedition erreichte im November 1520 den Pazifik. Er war allerdings nicht der erste Europäer, der von westlicher Seite auf den Ozean blickte. Als erster Europäer, der den Pazifik sah gilt der Spanier Vasco Núñez de Balboa, der im September 1513 den Isthmus von Panama entdeckte und von der Südsee sprach.

Die Reise von der Magellanstraße bis zu den Marianen, die 98 Tage dauerte, ohne das die Molukken-Flotte Land betreten konnte, ist mit ihren 13.000 Kilometern Länge, die bis dahin längste überlieferte Seereise ohne Unterbrechung.

Ferdinand Magellan starb im Kampf gegen Einheimische, die auch seine Leiche erbeuteten. Die Versuche seiner Besatzung, die sterblichen Überreste ihres „treuen Führers, unsers Licht, unserer Stütze“ (so Pigafetta) zurück zu erlangen misslangen, die Inselbewohner behalten Magellans Überreste als Trophäe.

Die zweite Erdumsegelung gelang erst 1577 bis 1580. Der englische Seefahrer, Sklavenhändler und Freibeuter, später in den Adelsstand erhobene Sir Francis Drake gelang diese mit der Goldenen Hindin (Golden Hinde bzw. Goldenen Hirschkuh). Er war damit der erste Engländer, der die Welt umsegelte. Er benötigte dafür 1018 Tage und war damit schneller als Magellan und Elcano gewesen.

Statt dem Namen Sebastian Juan del Elcano scheint auch die Schreibweise Juan Sebastian del Cano nicht unüblich zu sein. Sie findet sich vor allem in älteren Büchern.

Ferdinand Magellan ging in die Geschichte ein, als erster, der die Welt umsegelte hatte. Dabei wissen die wenigsten, dass ihm das nicht wirklich gelungen wäre, hätte er die Molukken nicht bereits vor der Expedition für Spanien kennen gelernt, Elcano beendete die Expedition, in Spanien wurde er zwar mit Ehren empfangen und er bekam von König Karl den Ritterschlag, ein Wappen und eine Pension, aber sein Ruhm verblasste mit der Zeit und der Stern Magellans ging auf. Magellan war zwischen 1505 bis 1511 für Portugal in Asien gewesen und hatte da auch die Molukken an. Zwar erreichte er die Molukken auf der zweiten Reise nicht, aber die nordwestlich davon gelegenen Philippinen, wo er starb.

Der malaiische Seemann Enrique Melaka hatte ebenfalls auf zwei Etappen die Welt umrundet. Er war von Malaya aus als Sklave verschleppt worden und nach Spanien gelangt, von dort nahm ihn Magellan als Dolmetscher mit auf die Fahrt. Er beendete seine Umrundung der Welt als die Magellan-Flotte auf der geografischen Länge von Malaya war.

Nach Magellan wurde auch die Magellanische Wolke benannt, er und seine Männer sahen die beiden Nachbargalaxien der Milchstraße als erste Europäer am Himmel der Südhalbkugel.

Ferdinand Magellan war gebürtiger Portugiese, geriet aber mit der portugiesischen Krone in Zwist und ging so nach Spanien, um dort seine Dienste anzubieten. In Spanien traf er 1517 auf Ruy Faleiro, mit dem er bei König Karl I. vorstellig wurde. Das er Portugiese war erwies sich für den Großteil seiner spanischen Besatzung gerade zu Beginn der Reise als Problem. Die Meuterei bekam Magellan aber schnell in den Griff.

Neben dem Reisebericht von Francisco Antonio Pigafetta gibt es wohl auch ein Logbuch, das vom Steuermann Francisco Albo aus Axio bei Rodas zunächst auf der Trinidad und später auf der Victoria geführt wurde. Antonio Pigafetta hatte wohl zum Lohn eines einfachen Matrosen bei Magellan angeheuert, er schrieb während der gesamten Expedition Tagebuch, eine umfangreiche Chronik der Reise. Der Bericht von Pigafetta über die Weltumsegelung wurde 1525 erstmals in französischer Sprache verlegt. Bereits zwei Jahre zuvor soll in Köln ein Buch mit dem Titel De Moluccis Insulis erschienen sein, das die Fahrten von Magellan und Elcano zum Thema hatte.

1544 erschien eine Weltkarte von Battista Agnese aus Venedig, in der die Route der Magellan-Flotte eingezeichnet war.

Der Bericht von Pigafetta über die Weltumsegelung wurde 1525 erstmals in französischer Sprache verlegt. Bereits zwei Jahre zuvor soll in Köln ein Buch mit dem Titel De Moluccis Insulis erschienen sein, das die Fahrten von Magellan und Elcano zum Thema hatte.

1544 erschien eine Weltkarte von Battista Agnese aus Venedig, in der die Route der Magellan-Flotte eingezeichnet war.

Um am Ziel an die Gewürze zu kommen, setzten die Spanier auf Tauschwaren. Dafür waren wohl Tuch, Trinkgläser, Messer, Beilen aber auch Kupfer mit auf die Reise genommen worden. Alles auf Kosten von Platz für den Proviant. Aber auch Gold wurde eingetauscht, wohl durchaus gegen Glasperlen. Davon hatten die Spanier alleine 40 Säcke mit auf die Reise genommen, dazu 20.000 Schellen und Glöckchen, Messingschmuck und Scheren. Die Expedition hatte auch 900 kleine Spiegel mit auf die Reise genommen, Pigafetta bedauerte in seinem Bericht, das von ihnen zu viele in Bruch gegangen waren, und zum Tauschen gegen Gewürze oder Gold nicht mehr zu gebrauchen seien.

Auch die Seeleute waren am Gewinn der Fahrt beteiligt, so hatte wohl offenbar jeder von ihnen die Möglichkeit selbst Sachen gegen Gewürze (Spezereien) einzutauschen, um so auch Gewinn aus der gefährlichen Fahrt zu schlagen.

Seltsam mutet aus heutiger Sicht vielleicht an, dass der Aufbruch von den Gewürzinseln dann mit einer solchen Eile von statten ging. Die Spanier hatten offenbar von dem Stützpunkt der Portugiesen auf den Gewürzinseln keine Ahnung, Portugal hatte diesen geheim halten können. Die Präsenz der Portugiesen sorgte dann für Eile beim Aufbruch. Dazu kam Angst vor möglichen Übergriffen der Einheimischen.

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