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Juan Sebastian Elcano übernimmt das Kommando

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Ferdinand Magellan stirbt

Als erstes erreichte die Expedition Guam, eine Inseln der Marianen. Die Spanier hatten erstmals das Südmeer von Ost nach West durchquert. Die Insel wurde von Magellan Ladrones (Diebesinsel) genannt, ein entwendetes Beiboot veranlasste ihn einen ganzen Ort niederzubrennen und ein halbes Dutzend der Einwohner zu töten.

Von Guam ging es weiter in Richtung Philippinen, zu diesem Zeitpunkt waren es noch drei seetaugliche Schiffe, die die Flotte bildeten. Auf der Insel Cebu unterwarf sich der dortige Herrscher den Spaniern und ihrer Religion. Allerdings ließ sich Ferdinand Magellan in eine Stammesfehde verwickeln, die durch die Christianisierung der Einheimischen ausgelöst worden war, und wurde bei einem Kampf am 27. April 1521 getötet. Danach waren auch die zunächst freundlichen Einwohner gegen die Spanier und die Überlebenden suchten das Weite.

Die Concepción wurde aufgegeben und verbrannt, die nur noch 115 Besatzungsmitglieder reichten nur noch aus um zwei Schiffe zu bemannen.

Juan Sebastián Elcano wird von der Beatzung der Victoria zum Kapitän gewählt, die Reise hatte er als einfacher Bootsmann begonnen. Er segelte mit den restlichen beiden Schiffen, das Kommando auf der Trinidad, dem Flaggschiff Magellans, übernahm Gonzalo Gómez de Espinosa, und der Besatzung in Richtung Gewürzinseln (Molukken, Inselgruppe, die zu Indonesien gehört). Es waren nur noch zwei von ursprünglich fünf in Spanien gestarteten Schiffen.

Die Suche nach den Gewürzinseln begann, denn die Spanier, eben ihres Anführers beraubt, haben keinen Lotsen an Bord und auch als sie das 1000 Kilometer entfernte Borneo erreichen, finden sie dort niemanden, der ihnen den Weg in Richtung Molukken zeigen kann.


Elcano erreicht die Gewürzinseln

Elcano und seine Männer erreichten die Gewürzinseln am 8. November 1521 und nahmen dort die begehrten Gewürze (der Vertrag den Magellan mit dem spanischen König geschlossen hatte sprach von Spezereien) an Bord. König Almanzor von Tidore heißt die Spanier willkommen.

Pfeffer, Zimt, Ingwer aber auch Gewürznelken, die nur auf den Molukken zu finden waren, waren in Europa teurer als Gold oder Silber, sie fanden aber nicht nur Verwendung beim Würzen von Speisen, sondern auch bei der Herstellung von Heilmitteln. Aber auch zur Konservierung von Lebensmitteln wurden die Gewürze verwendet. Bislang hatte Portugal durch die Kontrolle des Seeweges um Afrika herum, ein Monopol auf diese Gewürze gehabt und so entsprechend die Preise kontrollieren können. Damit hatte man den italienischen Geschäftsleuten und Häfen, allen voran Genua, ein einträgliches Geschäft weggenommen, denn bis zur Entdeckung der Seeroute hatte Genua auf diesem Markt eine Monopolstellung inne gehabt. Die Gewürze aus Indien waren bis lang über Kleinasien und das Mittelmeer nach Europa gekommen.


Nach der Beladung der Schiffe auf den Gewürzinseln trennten sich die beiden übrig gebliebenen Schiffe der Flotte. Die Trinidad sollte den Rückweg über den Pazifik antreten, um wieder um Südamerika herum Spanien zu erreichen. Zudem hätte sie dort auf die Unterstützung der spanischen Kolonien zurückgreifen können. Möglicherweise war der Grund für die Trennung der beiden Schiffe aber auch Meinungsverschiedenheiten zwischen den Überlebenden.
Die Rückkehr der Trinidad misslang, offenbar geriet das Schiff in portugiesische Hände, erst 1525 kehrten vier der 55 in Spanien gestarteten Besatzungsmitglieder in ihre Heimat nach Spanien zurück. Anderen Quellen zu Folge, wurde die Trinidad mit 54 Männern in einem eilig errichten Lager auf Tadore zurückgelassen, da das Schiff leckte und die Heimreise nicht antreten konnte. Nur vier Besatzungsmitglieder der Trinidad werden Spanien wieder sehen.




Richtung Weltumsegelung

Juan Sebsatián Elcano wählte mit der Victoria den aus seiner Sicht gefährlicheren Rückweg um Afrika herum. An Bord sollen noch 47 Europäer und 13 Molukken gewesen sein. Das Gebiet war damals portugiesisch kontrollierte Zone und Portugal wachte eifersüchtig über die Gewürzroute. Um nicht allzu viel Kontakt mit den Portugiesen zu bekommen, wählte Elcano die lange Strecke über den Indischen Ozean und folge nicht wie sonst damals üblich der Küste. Am 25. Januar 1522 verließ die Victoria Timor und machte sich auf den Weg, das Kap der Guten Hoffnung erreichte Elcano am 19. Mai 1522.

Von hier ging es weiter Richtung Kapverdische Inseln, die am 9. Juli 1522 erreicht wurden. Juan Sebastian Elcano machte den Portugiesen, in deren Hand die Inseln waren, Glauben, er wäre aus Südamerika angereist, immer mit dem Wissen, dass diese Finte auffliegen könnte. So konnte er aber den Umstand verschleiern, dass er eben aus portugiesisch beanspruchtem Territorium kam. Von den Kapverdischen Inseln kam es dann zu einem überstürzten Aufbruch, zwölf der Besatzungsmitglieder blieben in portugiesischer Hand. Für Elcano und die Überlebenden ging es weiter in Richtung Spanien. Hier trafen Juan Sebastian Elcano und 17 weitere kranke, ausgemergelte Überlebende der Weltumsegelung am 6. September 1522 wieder im Hafen von Sanlúcar de Barrameda ein, gut drei Jahr nach Start der Expedition in Richtung Westen. Elcano hatte die unter Führung Ferdinand Magellans begonnene Weltumsegelung beendet und ein Schiff mit kostbaren Gewürzen mit zurück gebracht. In Spanien hatte niemand mehr mit der Rückkehr eines der Schiffe der Magellan-Flotte gerechnet.

Elcano wird mit Ehre in Spanien empfangen

Vom spanischen König Karl I. wurde Elcano in Spanien mit allen Ehren empfangen. Allerdings musste er sich auch eine Befragung durch den König gefallen lassen, den Elcano war einer der Männer gewesen, die gegen Magellan gemeutert hatten, ein Umstand, der auch bekannt wurde. Elcano kann sich aber heraus reden. Er wurde in den Ritterstand erhoben und durfte von da an auch ein eigenes Wappen führen. Es zeigt zwei gekreuzte Zimtstäbe mit Muskatnüssen und Gewürznelken in der unteren Hälfte, darüber eine Burg, dazu ein Helm über dem Wappen, der die Erdkugel trägt. Die Inschrift lautete Primus circum dedísti me (Als erstes hast du mich umfahren). Flankiert wird das Wappen von zwei Männern mit Kronen und je einer Keule in der Hand. Aber auch finanziell hatte sich das Unternehmen für Elcano gelohnt, mit seinem Anteil an den mitgebrachten Gewürzen war er ein reicher Mann. Dazu kam wohl auch eine Jahrespension in Höhe von 500 Dukaten bis an sein Lebensende. Insgesamt brachte die Expedition 26 Tonnen Gewürze nach Spanien, damit konnten die Kosten für das Unternehmen knapp gedeckt werden.

Dokumentation der Weltumseglung

Die Weltumsegelung von Juan Sebastián Elcano ist gut dokumentiert, denn mit an Bord und unter den Überlebenden war der italienische Entdeckungsreisende und Schriftsteller Antonio Pigafetta (um 1480 bis nach 1534) gewesen, der damit Chronist der ersten Erdumsegelung wurde. Seine Erlebnisse bei der Weltumsegelung schrieb Antonio Pigafetta um 1524 nieder. Das Original seines Berichts ist nicht erhalten, nur frühe Kopien.


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