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Herkunft spanischer Städtenamen und Gründungsdaten der Städte in Spanien

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Spanien selbst hieß bei den Römern Hispania. Erst am Ende der römischen Kaiserzeit taucht, wenn auch selten, der Begriff Spania auf. Hier eine kleine Übersicht von spanischen Städten, ihren Namen im Laufe der Geschichte und damit auch häufig das Datum der Stadtgründung. Wie im Spanischen ist es dabei so, dass wenn ein Städtename mit Al- beginnt, der Name dann auch wahrscheinlich arabischen Ursprungs ist. Zahlreiche Ortsnamen in Spanien sind arabischer Herkunft. Was für normale Wörter im Spanischen gilt, hat auch bei den Städtenamen seine Entsprechung:

Auch der Name von Albacete ist arabischen Ursprungs. Die Stadt wurde von den Arabern mit Namen Al-Basita (die Einfache) gegründet.

Die Hafenstadt Algeciras in Andalusien hat ihren Namen von der arabischen Ortsbezeichnung al-Dschasira al-Chadra für grüne Insel. An diesem Ort fassten die Mauren bei ihrem Einfall in Spanien im Jahre 711 zuerst Fuß.

Alcalá de Henares in der Comunidad Madrid hieß in der Römerzeit Complutum. Der heutige Name leitet sich aus dem Arabischen ab (Al-Kala=Festung, Burg) und Henares, dem durch die Stadt fließenden Fluss. Der Name Henares stammte auch aus dem Arabischen und zwar von dem Wort nahar, was soviel wie Heufeld heißt.

Der Name von Alcobendas, einer Stadt 13 Kilometer nördlich von Madrid, kommt aus dem Arabischen (Alccoba, Ort der Erholung).

Über den Ursprung des Namens der Stadt Alcorcón, die 13 Kilometer südlich von Madrid liegt, gibt es verschiedene Theorien. Die einen leiten den Namen von dem arabischen Al-Qadr für Hügel ab, andere von spanisch cornocal für Korkeichenwald. Alcorcon wird zum ersten Mal am 28. Juli 1208 erwähnt. In der Gegen gibt es Siedlungsspuren von keltiberischen Carpetanern, dann wurde die Gegen römisch, später westgotisch.

Alicante wurde 324 v. Chr. von den Griechen gegründet, die die Stadt Akra Leuke nannten. Die Römer eroberten Alicante 201 v. Chr. und benannten die Stadt in Lucentum um. Die Mauren eroberten Alicante 718 und herrschten hier bis 1249 und nannten die Stadt Al Lucant.

Almeria, eine Hafenstadt in Andalusien, leitet sich von dem Arabischen Al-Mariyya (Spiegel des Meeres) ab. Gegründet wurde die Stadt 955 von Ab dar-Rahman III. als Haupthafen seines Reiches.

Badajoz wurde um 875 von dem galicischen Mauren Ibn Marwan gegründet.

Badalona, eine lang gestreckte spanische Industriestadt zwischen Barcelona und dem Maresme ist römischen Ursprungs und hieß bei den Römern Baetulo.

Barcelona soll der Sage nach von Hamilkar Barkas (270 bis 229 v. Chr.), dem Vater von Hannibal, gegründet worden sein. Später bauten die Römer Barcino zu einer Festung aus.

Benidorm, Benidoleig, Beniarbeig, Benissader Zusatz Beni- am Beginn des Stadtnamens weist auf eine Gründung oder Namensgebung der Stadt durch die Mauren hin. Die Städte liegen alle an der Costa Blanca.

Don Diego López V. de Haro gründet die Stadt Bilbao (baskisch Bilbo) an der Mündung des Nervion auf dem Gebiet der Vorgängerkirche von Begona. Zuvor hatte es hier bereits eine Siedlung der Römer gegeben, diese hatte den Namen Bellum Vadum (Schönfurt).

Die Stadt Burgos in Kastilien-Leon wurde im 9. Jahrhundert als wichtige Befestigung im Kampf gegen die Mauren gegründet. Diego Rodriguez Porcelos gründete die Burg im Jahre 884. Bis zum 11. Jahrhundert brachte es Burgos zur Krönungsstadt der Könige von Kastilien.

Die andalusische Stadt Cadiz hat einen äußerst berühmten Stadtgründer. Kein Geringerer als der griechische Halbgott Herkules soll Cadiz gegründet haben. Gegründet wurde Cadiz von den Phöniziern, die Cadiz Gadir nannten, für die Griechen hieß die Stadt Gadeira.

Cartagena ist eine Stadtgründung der Karthager. Hasdrubal, Vater von Hannibal, gründete Cartagena 227 v. Chr. als Qart Hadasht (deutsch Neue Stadt, lateinisch Carthago Nova zur Unterscheidung von Karthago). Für Karthago war Cartagena die Hauptstadt auf der Iberischen Halbinsel. 209 v. Chr. wurde Cartagena römisch.

Auf dem Gebiet von Castellón de la Plana (Castellon, Valencia) gab es eine Maurenburg Fadrell, die eigentliche Stadt wurde 1251 gegründet, nachdem König Jaume I. von Aragon Valencia von den Mauren zurückerobert hatte.

Die spanische Exklave Ceuta hieß bei den Griechen Heptá Adélphia, sieben Brüder), unter den Römern hieß Ceuta Septem Fratres. Daraus wurde Septem - Septa - Ceita - Ceuta.

Córdoba geht auf eine iberische Siedlung zurück. Erste Siedlungsspuren gibt es aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Hamilkar Barka, König der Phönizier, nannte die Siedlung dann um 230 v. Chr. Karduba aus Kart-Juba, 169 v. Chr. wurde Karduba von den Römern besetzt und Corduba genannt, daraus entwickelte sich Cordoba. Mit der Entdeckung Amerikas und der Eroberung der kolonialen Gebieten kam es zu zahlreichen Stadtgründungen in Südamerika mit Namen Cordoba.

La Coruña in Galicien (galizisch und offiziell A Coruña) verfügt über einen natürlich geschützten Hafen, der von den Phöniziern, Kelten und später auch von den Römern genutzt wurde. Die Römer nannten die Stadt Brigantium und errichteten in der Nähe bei bei Ardobicum Corunium den Herkulesturm, der Leuchtturm ist heute noch vorhanden und im Stadtwappen verewigt, zusammen mit sieben Jakobsmuscheln.
Der Sage nach soll der Name Brigantium auf den mythischen König Breogán zurück gehen, der hier lebte und einen so hohen Turm baute, dass er von ihm aus seine Heimat, das 900 Kilometer entfernte Irland erblicken konnte.


Denia an der Costa Blanca hieß unter den Römern Dianium, im 11. Jahrhundert war Denia die Hauptstadt des Taifa-Königreichs und hatte den Namen Deniya.

Elche (valencianisch Elx) in der Provinz Alicante wurde von den Iberern gegründet, die hier in dem Dorf Helike siedelten. Bei den Römern hieß die Stadt wohl Illici. Ihren heutigen Namen erhielt Elche von den Mauren, die die Stadt im 8. Jahrhundert eroberten.

Fuenlabrada, einer Großstadt bei Madrid, hat ihren Namen von Fuente Labrada (Quelle von Labrada).

Die Hafen- und Industriestadt Gijón in Asturien wurde bei den Römern und im Mittelalter Gigia genannt.

Granada hieß untern den Römern Iliberis, bereits um 500. v. Chr. soll es hier eine Siedlung von Phöniziern und Iberern mit Namen Iliberra gegeben haben. Die Mauren eroberten Granada 711 und nannten die Stadt Ilbira. Zehn Kilometer von Ilbira gründeten sie eine neue Siedlung unter Namen Madinat Ilbira (spanisch Medina Elvira). Das Gebiet der alten Siedlung wurde von da an Qal'at Garnata (Burg von Granada) benannt. Granada ist die letzte maurische Festung, die 1492 im Zuge der Reconquista von den Katholischen Königen Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand von Aragon erobert wurde.

Huelva war bereits unter den Phöniziern eine Handelsstadt, die Römer nannten Huelva dann Onuba, von den Arabern wurde sie in Walbah umbenannt.

Der Namenszusatz de la Frontera der Stadt Jerez de la Frontera in Andalusien bedeutet an der Grenze, einen Zusatz den viele Orte in dieser Region hatten, da das Gebiet während der Reconquista zwischen Mauren und Christen hart umkämpft war.

Jaén in Andalusien hat ihren Namen von Geen/Yayyan (Karawanenweg).

Leganés, eine Vorstadt von Madrid, wurde 1280 durch Alfons X gegründet, er gab der Stadt den Namen Leganar nach legamo, spanisch für Schlamm. Es gibt aber Siedlungsreste der Visigothen.

Der römische Kaiser Galba gründete 68 n. Chr. eine Legionsstadt auf dem Gebiet des heutigen León. Der Name León ist eine abgeschliffene Form des lateinischen legio (Legion) für die Legio VII Gemina (siebte römische Doppellegion) die hier stationiert wurde.

Logroño entstand en einer Furt des Flusses Ebro. Im 1. Jahrhundert war die Stadt unter dem Namen Vareia Hauptort des Keltenstammes der Beronen. Die Römer nannten Logroño zunächst Varelus, später dann Lucrosus. Eine weitere Theorie leitet den Stadtnamen von dem lateinischen Artikel lo/illo und der Ortsbezeichnung Gronio/Gronno zurück, das letztere kommt aus dem keltischen und Bedeutet Furt und Übergang. Die nächste Theorie leitet den Namen Logroño von Lucus Brun/Lucus Beronius (Heiliger Ort (im Wald) Beron. Die Mauren, die im 8. Jahrhundert Logroño eroberten benannten die Stadt in Albaida (die Weiße) um.

Die spanische Hauptstadt Madrid ist noch nicht so alt. An der Stelle des heutigen Madrider Königspalast wurde zwischen 852 und 886 eine maurische Burg erbaut. Die umgebene Anlage wurde magerit genannt, ab 939 dann Madschrit.

Malaga wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet, sie gaben der Stadt den Namen Malaka (malak=salzen der Fische).

Mataró (Katalonien) hieß bei den Römern Iluro ode Illuro.

Marbella hieß bei den Römern Salduba. Die Mauren nannten die Stadt Marbil-la.

Die spanische Exklave Melilla wurde wohl unter dem Namen Rusadir, Russadir oder Russaddir gegründet. Die Mauren nannten die Stadt im 7. Jahrhundert dann Melilia.

Mérida in der Extremadura war im Römischen Reich unter dem Namen Emerita Augusta Hauptstadt der Provinz Lusitania. Gegründet wurde sie von Kaiser Augustus 25 v. Chr. als Kolonie für Legionäre im Ruhestand.

Abd El-Rahman II. gründete 825 die Stadt Murcia unter dem Namen Mursiya.

Ourense (galizisch, spanisch Orense) in Galicien, der Name leitet sich möglicherweise von la ciudad del oro (Auriense, Stadt des Goldes) ab. Einer anderen Theorie nach nannten die Römer die Stadt Aquae Urentes (brennendes Wasser).

Die Stadt Oviedo (asturisch Uviéu), Hauptstadt der autonomen Region Asturien im Norden Spanens, wurde am 25. November 761 gegründet, als der Abt Máximo und sein Onkel Fromestano an diesem Ort eine Kirche zu Ehren des Heiligen Vinzenz von Lérins errichteten. Die Römer hatten an dieser Stelle eine Kolonie namens Ovetao.

Die Stadt Pamplona, baskisch Iruñea bzw. Iruña ist die Hauptstadt der spanischen autonomen Region Navarra. Gegründet wurde die Stadt 74 v. Chr. von Pompeius als Pompeiopolis an der Stelle einer einheimischen Siedlung. Noch zu Pompeius Lebzeiten wurde die Stadt bereits Pompaelo genannt. Für die baskischen Nationalisten ist Pamplona die historische Hauptstadt des Baskenlands.

Der Name der Stadt Sabadell könnte sich von dem Namen der Kirche San Salvador ableiten, später verballhornt zu Salvadorell, Salvadell bis zu Sabadell. Eine andere Theorie besagt, dass sich der Name von el sábado (Samstag), dissabte auf Katalan, sabbatum auf Latein, dem Markttag der Stadt herleitet. Eine weitere Theorie, die allerdings nur wenige Anhänger hat, leitet den Namen Sabadell von dem katalanischen Wort für Schuh (sabata) ab, nach den Schuhmachern, die hier gelebt haben sollen.

Salamanca wurde als Salamantica gegründet und war von 133 v. Chr. aus römisch.

San Sebastián (baskisch Donostia oder Donosti, offiziell Donostia-San Sebastián) ist die Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa (span. Guipúzcoa) in der spanischen Autonomen Region Baskenland. Die Gegend von San Sebastian soll ursprünglich Izurum genannt worden sein, erste Erwähnung von San Sebastian (Heiliger Sebastian) im 11. Jahrhundert in einer Urkunde, die ein ortsansässiges Kloster beschreibt. Auch der baskische Stadtname Donostia leitet sich aus dem Namen des Heiligen Sabastian ab. Done (domine, lateinisch Herr), entspricht dem spanischen San für Heilig. So hieß Donostia ursprünglich auf baskisch Done Sebastian, daraus entwickelte sich Donebastia und daraus Donostia.

Santander war während der Zeit des Römischen Reichs bekannt als Portus Victoriae Iuliobrigensium. Der Name Santander leitet sich von dem früheren christlichen Märtyrer Sankt Emeterius ab (Sancti Emetherii wurde zu Sancti Emderrii das wurde zu Sancte Endere und das zu Santendere zu Santanderio und zum Schluss dann zu Santander verballhornt. Der Kopf des Heiligen Emeterius soll im 3. Jahrhunderr nach Santander gebracht haben. 1187 wird die Stadt als San Emeterio genannt.

Sevilla hieß als römische Kolonie Colonia Romulensis, im Altertum hieß Sevilla Hispalis.

Das Gebiet von Tarifa, die am weitesten südlich gelegene Stadt auf dem Festland des europäischen Kontinents, wurde bereits von den Neanderthalern besiedelt. Der Name der Stadt konnte auf den Berber Tarif ibn Malik (auch Tarik ibn Malik) hindeuten, der 710 ein Expeditionsheer gegen den Ort führte. Tarifa könnte aber auch auf das arabische Wort Taraf (ein ende) zurückzuführen sein. In der Antike war die Straße von Gibraltar das Ende der Welt, erst die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus zeigte, dass es auch westlich noch Land gab.

Tarragona in Katalonien wurde 218 v. Chr. von den Römern erobert, die machten Tarraco zur Hauptstadt ihrer Provinz Hispania citerior.

Auf dem Gebiet der katalanischen Stadt Tarrasa gab es in der römischen Zeit eine Stadt namens Egara. 615 fand hier auch das Konzil von Egara statt. Den Namen Terrasa hat die Stadt von der Kirche, die dem heiligen San Pedro de Tarrasa geweiht war.

Das Gebiet von Toledo wurde 192 v. Chr. von den Römern unterworfen, der Vorposten wurde Toletum benannt.

Torrejón de Ardoz, leitet sich von einem alten Turm (torreón) her.

Torrevieja im Süden der Costa Blanca entstammte aus einer Abspaltung von Orihuela im Jahr 1820. Der Name erhielt Torrevieja von einem alten Wachturm (torre Turm, vieja alt).

Der römische Konsul Decimus Iunius Brutus gründete 138 v. Chr. Valentia, das heutige Valencia.

Vigo in Galicien war eine weitere Stadtgründung der Römer in Spanien. Sie nannten die Stadt Vicus.

Vitoria (baskisch Gasteiz) wurde im Jahr 1181 von Sancho VI., den Weisen, König von Navarra mit dem Namen Nueva Victoria (neuer Sieg) als Erweiterung der baskischen Siedlung Gasteiz und als Befestigungsanlage gegen Kastilien gegründet.

Zaragoza (Saragossa) wurde von den Römern 24. vor Christi unter dem Namen Colonia Caesaraugusta gegründet.

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