Francisco de Goya im Exil
Pinturas Negras
Im Jahre 1819 zog sich Goya aufgrund der politischen Unruhen zwischen Monarchisten und Liberalen in sein Landhaus, Quinta del Sordo, das Haus des tauben Mannes, zurück. Er widmete sich vier Jahren der Bemalung der Wände seines Landhauses. Diese Bemalungen gingen als Pinturas Negras (schwarze Bilder) in die Werkgeschichte Goyas ein. Düstere Fantasien Goyas, die sich mit den bedrückenden Zeitumständen in Spanien vermischen. Im selben Jahr wird er im Winter wieder ernsthaft krank.Francisco Goya im französischen Exil
Francisco Goya war liberal eingestellt, er bezog Positionen gegen die Folter, Inquisition aber auch gegen den Absolutismus, er musste dann wegen der politischen Situation in Spanien, Restauration, der spanische König macht die Zugeständnisse an die Liberalen rückgängig, nach Frankreich gehen, um so einer möglichen Verfolgung zu entgehen. Aber auch vor der Inquisition muss sich Goya noch hüten. Zuvor überschreibt er sein Haus noch seinen Enkel Mariano. Als Grund für seine Reise nach Frankreich gibt Goya bei Ferdinand VII an, wegen gesundheitlicher Probleme, die medizinischen Bäder in Bordeaux aufsuchen zu wollen.Von 1824 lebt Goya bis zu seinem Lebensende in Frankreich. 1824 Kommt Leocadia Zorilla mit ihrer Tochter Rosaria nach Frankreich, um den Haushalt von Goya zu führen. Sie wird bis später an der Seite Goyas bleiben. Goya unterrichtete Rosario im malen und zeichnen, sie wird später selbst als Malerin in Frankreich und Spanien tätig. Dies führte zu Spekulationen, ob Rosario vielleicht eine uneheliche Tochter von Goya gewesen ist, aber mehrere Goya-Biografen wiesen anhand der Lebensdaten nach, dass dies kaum möglich gewesen sein kann.
In Frankreich entstehen auch seine letzten Radierungen, die Stierkampszenen zeigten. Bereits 1815-1816 hatte er den Stierkampf zum Thema gehabt und seine Tauromaquia (Stierkampfszenen) entstehen.1826 kehrt Goya noch einmal kurz nach Spanien zurück, wo ihm Ferdinand VII. auch eine Pension bewilligt. Der König ordnet außerdem an, das der Maler Vincente Lopez ein Porträt von Goya anfertigt. Nach seiner Rückkehr nach Bordeaux entstand dann das Werk Milchmädchen von Bordeaux, ein erstes Experiment im Bereich Lithografie. Kritiker werden später mutmaßen, ob das Werk Milchmädchen nicht vielleicht von Rosario ist.
Goya stirbt schließlich nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat, am 16. April 1828 in Bordeaux wo er auch begraben wird., es dauert bis 1901 bis seine Leichnam nach Spanien zurückkehrt. 1919 wird sein Leichnam in der Ermita de San Antonio de la Florida in Madrid beigesetzt.
Inhalt Francisco Goya
Francisco Goya StartseiteFrancisco Goya Jugend
Der Künstler Francisco Goya
Reife und Erfolg von Francisco Goya
Goya wird Hofmaler des spanischen Königs
Porträt der Familie Königs Karls IV.
Weitere Arbeiten Goyas
Veränderungen im Leben Goyas
Die Erschießung der Aufständischen
Francisco Goya im Exil
Goya und die spanische Inquisition
