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Rückreise nach Europa - Vertrag von Tordesilla
Bereits am 16. Januar 1493 macht sich Christoph Kolumbus mit seinen verbleibenden zwei Schiffen auf die Rückreise. Da die beiden Schiffe zu klein sind, lässt er einen Teil seiner Mannschaft, etwa 40 Mann, auf La Isla Española in La Navidad zurück. Keine gute Idee, sie werden später von den Kaziken ermordet und die Stadt La Navidad wird niedergebrannt. Da sein Flagschiff ja zerstört worden ist, übernimmt er das Kommando der Niña. Am 15. März erreicht er nach stürmischer Fahrt Spanien. Dort wird ihm ein triumphaler Empfang bereitet. Seine Privilegien werden von Isabella und Fernando, die ihn begeistert empfängen, bestätigt.
Auch Papst Alexander VI. bestätigt in der Bulle Inter caetera das Anrecht Spaniens auf die entdeckten und noch zu entdeckenden Gebieten, er teilt die Welt quasi in einen spanischen und einen portugiesischen Teil auf. Die Grenze legt er 100 spanisch Meilen westlich der Kapverdischen Inseln fest. Damit wollte der Papst einen Krieg zwischen den damals bedeutendsten katholischen Mächten in Europa verhindern. Vielleicht spielte aber auch eine Rolle, dass Alexander VII. in Spanien geboren worden war. Diese Grenze wird ein Jahr später durch den Vertrag von Tordesilla modifiziert und auch von Portugal anerkannt. Die Grenze wird auf 370 spanische Meilen (Leguas) westlich der Kapverdischen Inseln verschoben. Portugal behält damit die Kontrolle des Seewegs nach Indien entlang der afrikanischen Küste und was damals noch nicht bekannt war, erhält später die Kontrolle über Brasilien. Es ist aber nicht auszuschließen, dass Portugal von der Existenz Brasiliens wusste.
Auf der Grundlage des Vertrag von Tordesilla ließ König Ferdinand II. von Aragon das Dokument Requerimiento (Aufforderung) anferdigen. Dieses sollten die spanischen Kapitäne vortragen, wenn sie in der Neuen Welt auf Einheimische stießen. Die Kapitäne sollten dieses eröffnen, dass der Papast als Stellvertreter Gottes das betreffende Land dem König geschenkt habe. Die Einheimischen wurden darin aufgefordert, den Papast, die Kirche und den König als neue Herren anzuerkennen. Sollten sie dieses nicht tun, wurde in der Aufforderung Requerimiento mit Gewalt gedroht und die Versklavung von Frauen und Kindern.
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