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Kritik an Christoph Kolumbus
Man darf aber trotz der Verdienste, die Christopher Kolumbus geleistet hat, aber nicht die Schattenseiten vergessen:
Auf Hispaniola ging die Anzahl der auf der Insel lebenden Indianer bis 1494 von acht Million dort lebenden auf drei Millionen reduziert. Bis 1504 waren es nur noch 100.000.
Entgegen des ausdrücklichen Wunschs des spanischen Königspaar nimmt er Indianer als Sklaven, einen Teil davon schickt er während seiner zweiten Reise nach Spanien. Die Hälfte der versklavten Indianer überleben die Überfahrt nicht.
Er sieht die ihm anfangs freundlich gesinnten Indianer als zukünftige Sklaven an.
Auch behandelt er die Indianer schlecht, dabei sollte er freundlich zu ihm sein, weil vor allem Königin Isabella hoffte, sie zu Christen bekehren zu können.
Christoph Kolumbus führte 1495 ein Abgabensystem für Indianer ein. Jeder Indianer über 14 Jahren war demnach verpflichtet, alle drei Monate eine bestimmte Menge an Gold abzuliefern. Wer dies schaffte, erheilt eine Wertmarke, die sichtbar um den Hals getragen werden musste. Die, die es nicht schafften, wurden grausam bestraft. Man schnitt ihnen die Hände ab und ließ sie schließlich verbluten.
Christoph Kolumbus ging rücksichtslos gegen die Indianer vor.
Es gibt einen zeitgenössigen Autor, der von Massenmorden, Vergewaltigungen, Verbrennungen und Zerstückelungen berichtet, und dass weder Frauen, Alte, Kinder oder gar Schwangere verschont blieben. Die Aufzeichnungen stammen von dem Priester Bartolome de las Casas, der 1502 nach Hispaniola ausgewandert war. 1512 nahm er an der spanischen Eroberung Kubas teil. Dort erwarb las Casas Boden, eine Goldmine und indianische Sklaven. Im Gegensatz zu anderen Spanier behandelte er diese aber menschlich, was ihm schnell den Ruf der Heiligkeit unter ihnen einbrachte.
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