Christoph Kolumbus und der Seeweg nach Indien



Das Jahr 1480 gilt als Wendejahr im Leben Christoph Kolumbus, da er ungefähr da begonnen haben muss, sich intensiv mit einer westlichen Seeroute nach Indien und China zu beschäftigen. Das Kaiserreich China und Indien waren für Europa wichtige Bezugsquellen für kostbare Gewürze und Seide. Hohe Zölle machten Gewürze, die auf den Landweg aus Indien und China kamen, wie Pfeffer, zu beinahe unbezahlbaren Luxusgütern. Daher hatte der portugiesische Prinz Heinrich der Seefahrer (1394 bis 1460) bereits 1418 damit begonnen, eine Seeroute nach Indien zu suchen. Allerdings ging Heinrich der Seefahrer mit der Suche Richtung Osten um Afrika herum vor. Dabei wurden große Teile der afrikanischen Küste erkundet und die sog. Gewürzroute um Afrika herum. Sie führte von Lissabon um das Kap der Guten Hoffnung nach Ostafrika bis nach China und den Molukken (Gewürzinseln). Durch die Entdeckungsfahrt Vasco da Gamas 1498 war die Erkundung der Gewürzroute abgeschlossen. Die Portugiesen schalteten so den Zwischenhandel aus und brachen das Handelsmonopol Venedigs, die bisher aus der Türkei die Gewürze nach Europa brachten.

Damit hatte Portugal ein wichtiges Ziel erreicht. Christoph Kolumbus wählte den Weg Richtung Westen, um die Gewürzinseln zu erreichen. Mit einem zwischen Asien und Europa liegenden neuen Kontinent hatte er bei diesem Unterfangen nicht gerechnet. Wahrscheinlich lag Christoph Kolumbus Unterlagen seines Schwiegervaters vor, und es gab Berichte über Land im Westen und immer wieder Funde, die von diesem Land stammen könnten, wie unbekannte Pflanzen, die im Meer trieben.

Christoph Kolumbus inhaltsverzeichnis