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Nach Christoph Kolumbus benannte Gegenden und andere Ehrungen


Die Galápagos-Inseln heißen offiziell Archipiélago de Colón (Kolumbusarchipel). Die Inselgruppe im Pazifik gehört zu Ecuador. Sie wurde 1535 zufällig von den Spaniern entdeckt. Sie erhielt zunächst den Namen Islas Encantadas (Verzauberte Inseln). Im 19. Jahrhundert wurden sie wegen den dort vorkommenden Riesenschildkröten in Galápagos umbenannt. Im Jahre 1892, zum 400. Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus wurde sie zu seinen Ehren in Archipiélago de Colón umbenannt. Allerdings ist diese Namensgebung weitgehend unbekannt, kaum einer benutzt die offizielle Bezeichnung. Man könnte das Kolumbusarchipel auch als größtes Denkmal für Kolumbus bezeichnen. Es ist sogar aus dem Weltraum zu sehen. Die Umbenennung steht im Zusammenhang mit der Kolumbus-Begeisterung, die im 19. Jahrhundert weite Teile des europäisch geprägten Bürgertums in Amerika erfasst hatte. So gab Chile Mitte des 19. Jahrhunderts die erste Kolumbus-Briefmarke heraus. Allerdings hatte Christoph Kolumbus weder Chile noch das Kolumbus-Archipel je betreten.

Auch die anderen Inseln des Archipels stehen im Zusammenhang mit den Entdeckungsfahrten Kolumbus. Die größte Insel wurde nach Königin Isabella benannt, die westlich Vulkaninsel Fernandina nach König Fernando, dann gibt s noch Española, Santa Maria, San Cristobál, Pinzón (nach dem Kapitän der Piña), aber natürlich auch eine Insel Namens Piña sowie eine Genovesa, nach Kolumbus vermutlichen Heimatstadt Genua.

Auch der südamerikanische Staat Kolumbien verdankt seinen Namen Christoph Kolumbus. So trägt zwar nicht der gesamte amerikanische Kontinent seinen Namen, aber zumindest ein Staat. Kolumbien entstand nach dem Zerfall von Großkolumbien im Jahre 1830.

Großkolumbien war 1813 von Simón Bolívar als Républica de Colombia (Republik Kolumbien) gegründet worden. Die Bezeichnung Großkolumbien wurde später eingeführt, um das jüngere Kolumbien besser unterschieden zu können.

Eine weitere Ehrung erfuhr der Entdecker Christoph Kolumbus 1893, die Weltausstellung in Chicago hatte den 400. Jahrestag der Entdeckung Amerikas zum Thema.

500 Jahre nach seinem Tod wird in Deutschland das Raumlabor Columbus an die europäische Weltraumagentur Esa übergeben. Das Raumlabor ist Europas Beitrag zur ISS und soll 2007 an die internationale Raumfahrtstation andocken. Das Raumlabor Columbus ist acht Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Es bietet Platz für drei Astronauten. Das europäische Labormodul Columbus der ISS wurde mit dem Flug STS-122 inzwischen zur ISS gebracht und am 11. Februar 2008 an der internationalen Raumstation montiert.

1933 gab die britische Post eine Halfpenny-Briefmarke für die Inseln Kitts und Nevis heraus. Auf ihr war Christoph Kolumbus abgebildet, wie er an Bord der Santa Maria mit dem Fernrohr Ausschau nach Land hält. Das Fernrohr wurde allerdings erst ein Jahrhundert nach der Entdeckung Amerikas erfunden.

In Valladolid in Spanien wurde am 20. Mai 2006 das Cristoph-Columbus-Museum eröffnet.

Der Kolumbus-Tag ist nach dem Seefahrer benannt. Er wird in den meisten Ländern am 12. Oktober gefeiert, in den USA am zweiten Montag im Oktober. In Argentinien, Ecuador, Kolumbien und Mexiko wird er als Día de la Raza bezeichnet. In Chile heißt er seit 2000 offiziell Día del Descubrimiento de Dos Mundos (deutsch Tag der Entdeckung zweier Welten). In Spanien ist der 12. Oktober Feiertag, als Tag der Hispanität.

Mehrere Schiffe der US-Marine wurden nach Christoph Kolumbus und der Stadt Columbus benannt, darunter die USS Columbus und das U-Boot USS Columbus SSN-762.

Mehrere Orte in den USA heißen Columbus.

1492 - Die Eroberung des Paradieses

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