|
|
Christoph Kolumbus dritte Reise 1498 bis 1500
Da die beiden ersten Reisen nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg brachten, die sich das spanische Königspaar Isabella und Fernando als Geldgeber der Expedition und auch Christoph Kolumbus erträumt hatten, dauert es fast zwei Jahre bis er am 30. Mai 1498 wieder in See stechen kann. Diesmal mit einer Flotte bestehend aus acht Schiffen. Auf dieser Reise entdeckt er die „Insel mit den drei Spitzen“ Trinidad (nach Trinität: heilige Dreieinigkeit) und Bella Forma (Tobago). Er sichtet die Mündung des Orinoco und den südamerikanischen Kontinent. Zunächst ist Kolumbus der Meinung, dass Südamerika eine Neue Welt (tierra firme) sei. Später glaubt er, dass die Gegend auch zu Asien gehört.
Am 31. August erreicht er wieder Hispaniola. Dort hat sein Bruder den Auftrag erfüllt und die Stadt Santo Domingo an der Südküste der Insel gegründet. Auch hier herrschten wieder Unzufriedenheit vor. Die Siedler rebellierten gegen Bartolomeo Kolumbus. Kolumbus versucht diesen Streit zu schlichten, er bemüht sich sogar, die Arawak zum Christentum zu bekehren, sucht aber weiterhin nach Gold. In der Zwischenzeit kehren Siedler nach Spanien zurück. Dort beschuldigen sie Christoph Kolumbus vor dem Königspaar die Kolonie nicht im Griff zu haben. Seine Versuche Siedlungen zu Gründen scheiterten ebenso wie die in den neuen Kolonien die Herrschaft auszuüben. Im Mai 1499 erfolgt die Absetzung Kolumbus als Gouverneur. Neuer Gouverneur wird Francisco de Bobadilla, der am 23. August 1500 die neue Kolonie erreicht.
1492 - Die Eroberung des Paradieses
|