Christoph Kolumbus ändert seine Taktik



Seit acht Jahren wartet Christoph Kolumbus nun darauf seine Pläne umsetzen zu können, fünf in Portugal, drei davon in Spanien. Er erhält am 20. März 1488 eine Einladung König Johann II. aus Portugal. Es gilt als wahrscheinlich, dass dies auf Initiative Kolumbus hin geschah, um Isabella und Fernando unter Druck zu setzen. Kolumbus reist nach Portugal, wo er auch seinen Bruder Bartolomeo Kolumbus trifft. Ende Dezember 1488 kehrt der portugiesische Entdecker Bartolomeu Diaz (1450 bis 1500) nach 16 Monaten Erkundungsfahrt wieder in Lisabon zurück, auf seiner Reise hatte er das Cabo Tormentoso (Sturmkap) umschifft. Das Kap wird von König Johann in Kap der Guten Hoffnung umbenannt, die Hoffnung endlich die Indien-Route um Afrika herum zu finden. Deswegen waren die Chancen Christoph Kolumbus, dass König Johann ihn unterstützt, um den Westweg nach Indien zu finden, auf Null gesunken.

Die Kolumbus-Brüder gehen nun zweigleisig vor. Bartolomeo Kolumbus reist nach England und Frankreich, um dort für die Idee zu werben, Christoph Kolumbus reist zurück nach Spanien, um 1491 wieder von einer Kommission abgewiesen zu werden. Aber er kommt einen Schritt weiter. Isabella und Fernando sichern ihm zu, dass nach Beendigung der Reconquista, nach dem Fall der letzten maurischen Stellung auf der iberischen Halbinsel, Granada, man sich den Plänen widmen würde. Das war Christoph Kolumbus zu wenig. Christoph Kolumbus entscheidet sich nun, nach Frankreich zu gehen und dort Unterstützung für seine Idee zu bekommen. Auf dem Weg wird er aber von dem Mönch Juan Perez, der Beichtvater von Königin Isabella war und dem Arzt Garcia Hernandez zurückgehalten. Durch ihr Eingreifen wird Kolumbus an den Hof zurückgerufen und erlebt am 2. Januar 1494 den Fall Granadas mit. König Muhammad XII. kapituliert und verlässt die iberische Halbinsel. Die Verhandlungen über seine Pläne gehen nun weiter.

Christoph Kolumbus Biographie

1492 - Die Eroberung des Paradieses