Christoph Kolumbus 1492 - Die Eroberung des Paradieses



Die Abenteuer und Entdeckungen von Christoph Kolumbus wurden mehrfach verfilmt. Zu einen der bekanntesten Filmen gehört 1492 – Die Eroberung des Paradieses, ein Historienfilm des Regisseurs Ridley Scott aus dem Jahre 1992. Der Film kam damit pünktlich zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas in die Kinos. Die Rolle von Christoph Kolumbus wird von Gérard Depardieu gespielt, die Rolle von Königin Isabella von Sigourney Weaver. Die Filmmusik für 1492 - Die Eroberung des Paradieses stammte von Vangelis, der mit der Filmmusik erfolgreicher war, als der Film, der in den Kinos kaum die Produktionskosten einspielte. Der Titelsong wurde vor allem deswegen äußerst bekannt, da Henry Maske ihn als Begleitmusik für seinen Einmarsch in die Halle vor seinen Boxkämpfen auswählte.

Insgesamt hält sich 1492 - Die Eroberung des Paradieses an die historischen Abläufen, um also sein geschichtliches Wissen über die Entdeckung Amerikas aufzufrischen ist der Film durchaus geeignet. Allerdings wurde der Film auch kritisiert, da die Person von Christoph Kolumbus zu positiv dargestellt wird. Christoph Kolumbus wird als aufgeklärter und humanistisch gesinnter Geist dargestellt, der nach Madrid kommt, wo er Zeuge einer Autodafe wird, bei der angebliche Ketzer von der Inquisition verurteilt, verbrannt werden.

Unterschiede zur Geschichte

  • Die Bemühungen von Christoph Kolumbus um die Unterstützung durch die spanische Krone wurde stark gekürzt. Musste Christoph Kolumbus jahrelang für seine Pläne werben, wird dies im Film zwar thematisiert, aber nicht sein aufreibendes Werben dargestellt. Aber Schließlich ist dies ja auch nicht die Geschichte des Films, in dem es um die Entdeckung der neuen Welt geht.
  • Im Film wird die Behauptung aufgestellt, Christoph Kolumbus hätte absichtlich über die Entfernung des Seeweges gelogen, so beichtet er bei der Abfahrt seinen Beichtvater, dass er bei der Berechnung gelogen habe, er wisse nicht wie lange die Reise dauern würde. Dafür gibt es keine Belege. Christoph Kolumbus stütze sich bei der Berechnung des Weges auf die Berechnungen des italienischen Astronomen Toscanelli (1397-1482).
  • Christoph Kolumbus unternahm vier Reisen in die neue Welt. Die erste wird ausführlich dargestellt, die zweite und dritte nicht erwähnt und die letzte und vierte Fahrt zumindest erwähnt.
  • Das die Santa Maria die Reise nicht überstand und aufgegeben wurde, aus ihren Überresten wurde die erste spanische Festung in der neuen Welt errichtet, wird im Film nicht erwähnt. Dabei war die Santa Maria das Flagschiff von Christoph Kolumbus. Nur die Niña und die Pinta kehrten nach Spanien zurück.
  • Das Christoph Kolumbus für Mord und Versklavung der Eingeborenen mit verantwortlich war, wird komplett verschwiegen. Er ging dabei brutaler vor, als von Königin Isabella und König Ferdinand gewünscht, so schickte er versklavte Indianer nach Spanien, diese wurden aber dort wieder frei gelassen.
Es bleibt: Schöne Bilder, ein erster Überblick über die Geschichte der Entdeckung Amerikas und vor allem schöne Musik. Zur Unterhaltung ist der Film sicherlich geeignet. Der Film ist allerdings erst ab 16 freigegeben.

Filmdaten 1492 - Die Eroberung des Paradieses

Deutscher Titel: 1492 - Die Eroberung des Paradieses
Originaltitel: 1492: Conquest of Paradise
Produktionsländer: USA, Großbritannien, Frankreich und Spanien
Erscheinungsjahr: 1992
Länge: 149 Minuten
Originalsprache: Englisch
Alterfreigabe: FSK 16

Besetzung 1492 - Die Eroberung des Paradieses

Gérard Depardieu als Christoph Kolumbus, Sigourney Weaver als Königin Isabella, Fernando Rey als Marchena, Tchéky Karyo als Pinzon, Kevin Dunn als Kapitän Mendez, Frank Langella als Santangel, Michael Wincott als Adrian de Moxica Der Film 1492 - Die Eroberung des Paradieses
Die Musik: 1492: Conquest of Paradise

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