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Pedro Francisco Duque - spanischer Astronaut

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Astronaut und Kosmonaut aus Spanien
Bisher hat es ein Mensch aus Spanien ins Weltall geschafft und zwar der am 14. März 1963 in Madrid geborene Pedro Francisco Duque. Bisher unternahm der spanische Astronaut zwei Flüge ins Weltall. 1998 war er an Bord der Space Shuttle Mission STS-95 (Discovery) als Missionsspezialist und im Oktober war er an Bord der russischen Sojus TMA-3 und eine Woche lang Gast der Internationalen Raumstation ISS. Damit ist Duque nicht nur Astronaut sondern auch Kosmonaut, so die russische Bezeichnung für einen Raumfahrer.

Pedro Francisco Duque ist verheiratet und hat drei Kinder.

Bevor der Ingenieur der Luftfahrttechnik Astronaut wurde, arbeitete er sechs Jahre für die ESA. 1992 wurde er als Kandidat für einen Raumflug ausgewählt. Darauf hin trainierte Duque in Russland und den USA. Seinen Abschluss als Luftfahrtingenieur machte er auf der UPM in Madrid 1986.

Die Space Shuttle Mission

Die STS-95 war der 25. Flug der Raumfähre Discovery und die insgesamt 92. Space Shuttle Mission. Ins All ging es am 29. Oktober 1998 vom Kennedy Space Center, die Landung erfolgte ebenda am 7. November 1998. Insgesamt verbrachte Pedro Francisco Duque bei dieser Weltraummission acht Tage, 21 Stunden, 43 Minuten und 57 Sekunden auf Mission. Mit ihm an Bord waren noch sechs Weitere Astronauten, angeführt wurde die Mission von Curtis L. Brown, für den Kommandanten war es der fünfte Flug in einem Space Shuttle. An Bord war auch John H. Glenn, der als Nutzlastspezialist mit flog und zum Zeitpunkt der Mission 77 Jahre alt war. Er ist seither Rekordhalter als ältester Mann im Orbit. Für ihn war es der zweite Weltraumflug, John H. Gelnn war 1962 der erste US-Amerikaner gewesen, der die Erde in einem Raumschiff umkreiste.
Die Discovery-Mission hatte als eine Aufgabe die Erforschung der Sonne.

Die Mission mit der Sojus TMA-3

Die Mission begann am 18. Oktober 2003 und endete am 30. April 2008. Die Mission war eigentlich bereits ein halbes Jahr früher geplant, aber nach dem Columbia-Unglück der NASA musste der Flug verschoben werden, um einen Mannschaftswechsel auf der ISS zu ermöglichen.
Da immer eine Sojus an der Raustation ISS verbleibt, damit die Besatzung im Notfall evakuiert werden kann, flog Duque mit der Sojus TMA-2 am 28. Oktober 2003 zurück auf die Erde. Für Duque war als Ersatzmann der niederländische Raumfahrer André Kuipers vorgesehen gewesen. Er bekam seine Chance dann 2004 und flog mit der Sojus TMA-3 wieder nach zehn Tagen auf der ISS zurück auf die Erde.
Pedro Duque war der sechste ESA-Astronaut und erste Spanier, der die ISS besuchte und auf ihr Arbeitete. Seine Mission hatte den Namen Mission Cervantes, benannt nach dem Autor von Don Quijote, Miguel de Cervantes. Zu ihren wichtigsten Zielen gehörte ein umfassendes Wissenschaftliches Versuchsprogramm. So sollten Experimente auf den Gebieten der Lebenswissenschaften, Physik, Erdbeobachtung, Bildung und Technologien durchgeführt werden. Während der Mission hatte Duque auch mehrmals Kontakt zu spanischen und deutschen Medien. Dazu führte er ein Live-Gespräch mit Spaniens damaligen Ministerpräsident José Maria Aznar.
Zweck der Sojus-Mission war der Wachwechsel auf der ISS, die Expedition-Crew 7 hatte sechs Monate im All verbracht, und der Austausch der Sojus-Kapsel TMA-2 gegen die der TMA-3, die damit die Aufgabe als Rettungsschiff übernahm.

Sojus TM-20

Für die Mission Sojus TM-20 war Perdro Duque als Wissenschaftskosmonaut Teil der Ersatzmannschaft. Er hätte im Falle eines Falles den deutschen Astronauten Ulf Merbold ersetzt. Während der Mission vom 3. Oktober bis 4. November 1994 war er Koordinator für die kontakte mit der Besatzung für die Versuche.

Space Shuttle Mission STS-78 - Columbia

Für die Space Shuttle Mission der Columbia, die am 20. Juni 1996 begann und am 7. Juli 1996 endete, war Pedro Duque als Ersatz für den französischen Astronauten Jean-Jacques Favier vorgesehen, der der Mission als Nutzlastspezialist begleitete. Auch hier war er von der Erde aus für die Koordinierung zuständig.

Insgesamt verbrachte Pedro Duque 18 Tage, 18 Stunden und 46 Minuten im Weltall.
Als seine Hobbys gibt er mit Schwimmen, Sporttauchen und Fahrrad fahren an. Während seiner Arbeit für die ESA arbeitete er auch im hessischen Darmstadt.

2004 wechselte er an die Polytechnische Universität von Madrid (UPM) und lehrt dort Luftfahrt.

Auszeichnungen für Pedro Duque

Pedro Duque wurde mehrfach ausgezeichnet. 1995 erhielt er den russischen Freundschaftsorden von Boris Jelzin überreicht. 1999 wurde er in Spanien von König Juan Carlos mit dem Großen Kreuz für Luftfahrtverdienste ausgezeichnet. Im Oktober 1999 wurde Pedro Duque zusammen mit den Astronauten Chiaki Mukai, John Glenn und dem Kosmonauten Waleri Poljakow mit dem Prinz von Asturien Preis für Internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet. 2001 ging der gleiche Preis dann direkt an die Internationale Raumstation ISS (International Space Station).

Spanier im Weltall

Pedro Duque ist offiziell der einzige Spanier, der je im Weltall war. Es gibt zwar noch den Astronauten Miguel Angel López Alegria, dieser nahm aber inzwischen die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an und ist unter dem Namen Michael Lopez-Alegria bekannt. Dieser hält den US-Rekord für den längsten Aufenthalt im Weltraum.

In einer Liste der 100 bedeutendsten Spaniern und Spanierinnen, die von König Juan Carlos I. angeführt wird, landete Pedro Duque bei einer Wahl für eine Fernsehsendung auf Rang 38.


100 bedeutendste Spanierinnen und Spanier
Teil 1 - 1 bis 25: König Juan Carlos bis Michael Servetus Teil 2 - 26 bis 50: Lola Flores bis Juan Sebastián Elcano
Teil 3 - 51 bis 75: Julio Iglesias bis Manuel Benitez, genannt El Cordobés
Teil 4 - 76 bis 100: Francisco de Pizarro bis Ramón Areces
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