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Zeittafel spanischer Unabhängigkeitkrieg

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1748 Auf Sizilien wird der später König Karl IV geboren.

1765 Der spätere König Karl heiratet, als Prinz von Asturien, die dreizehnjährige Maria Luise von Bourbon-Parma.

1767 Manuel de Godoy wird in Badajoz (Extremadura) geboren.

1784 Der spätere König Ferdinand VII. wird geboren. Im gleichen Jahr tritt Manuel de Godoy in die königliche Garde ein.

1788 König Karl IV. besteigt den spanischen Thron. Mit ihm wird seine Frau Königin von Spanien. Einer ihrer Liebhaber, Manuel de Godoy, Offizier in der spanischen Armee, wird später für viel Unmut im spanischen Volk sorgen.

1789 Ausbruch der französischen Revolution.

1792 Manuel Godoy, zu diesem Zeitpunkt bereits seit vier Jahren Liebhaber der Königin Maria Luise, wird auf Drängen seiner Gönnerin neuer Staatsminister. Bis 1798 bleibt er im Amt.

1796 Vertrag von San Ildefonso. Spanien verpflichtet sich mit Frankreich an einen gemeinsamen Krieg gegen Großbritannien teilzunehmen.

1799 Ende der Revolution in Frankreich. Napoleon Bonaparte wird Erster Konsul.

1800 Der Erste Konsul Frankreichs Napoléon Bonaparte zwingt Spanien den 3. Vertrag von San Ildefonso auf. Das so geschlossene französisch-spanische Bündnis führt zum Konflikt mit dem Vereinigten Königreich.

1801 Manuel Godoy kehrt in die Politik zurück und wird zum Generalissimus und Admiral von Spanien und Indien ernannt.

1802 Der Friedensvertrag von Amiens zwischen Großbritannien und Frankreich sorgt für eine Atempause für Spanien. Godoy kann die Neutralität Spaniens bewahren. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führen zu einem Zusammenschluss seiner innenpolitischen Gegner um den Thronfolger Ferdinand.

1804 Godoy erklärt dem Vereinigen Königreich den Krieg.

2. Dezember 1804 Napoleon krönt sich in der Kathedrale Notre Dame in Paris zum Kaiser der Franzosen.

21. Oktober 1805 Die französisch-spanische Flotte erleidet bei der Schlacht von Trafalgar eine vernichtende Niederlage. In Spanien wird das Ende der Allianz mit Frankreich gefordert. Zuvor hatte die spanische Flotte bei der Kap Finisterre eine Niederlage hinnehmen müssen.

1806 Die Kontinentalsperre wird verkündet. England erkenne die Grundsätze des Völkerrechts nicht an und missbrauche das Blockaderecht. So die Begründung der Franzosen.
Portugal war der einzige Markt auf dem europäischen Kontinent, der für Großbritannien noch erreichbar war.

Oktober 1807 Friede von Fontainebleau, die französisch-spanische Allianz wird neu geregelt. Spanien stimmt der Besetzung Portugals durch französische Truppen unter dem Kommando des Generals Andoche Junot und den Durchzug der Armee durch das eigene Land zu. Danach rücken die französischen Truppen Napoleons in Spanien ein.

18. Oktober 1807 Verhaftung von Kronprinz Ferdinand. König Karl IV. und Königin Maria Luise kommen einer Verschwörung ihres eigenen Sohnes Ferdinands auf die Spur. Sein Plan war es, sich über eine Heirat an das Haus Napoleon zu binden und so die mächtige Unterstützung des Kaisers der Franzosen zu erhalten.

30. Oktober 1807 Beschuldigt des Hochverrats unterwirft sich Kronprinz Ferdinand und verrät seine Mitschuldigen.

1. Dezember 1807 Die Franzosen besetzen Lissabon, kommen aber zu spät, die portugiesische Königsfamilie ist bereits nach Brasilien geflohen.

Anfang 1808 Französische Truppen besetzten Spanien, die Aktion wird als Küstenschutz gegen England bezeichnet. Die königliche Familie wird nach Aranjuez gebracht. Geplant ist die königliche Familie über Sevilla nach Mexiko zu bringen. Die Anhänger von Thronfolger Ferdinand glauben, dass Godoy das Problem ist. Durch eine Beseitigung des verhassten Liebhabers der Königin hofft man auf ein Ende der französischen Interventionen in Spanien.

17. März 1808 Meuterei von Aranjuez (Motin de Aranjuez) nachdem der Fluchtplan der königlichen Familie bekannt wird. Der Palast von Godoy wird gestürmt. Er selbst wird aber nicht gefunden, der König muss per Dekret die Verhaftung von Godoy verfügen.

19. März 1808 Godoy wird verhaftet und muss seine Ämter niederlegen. Am gleichen Tag tritt König Karl IV. zugunsten seines Sohnes zurück. Das Volk bejubelt bereits ihren neuen König.

23. März 1808 Joachim Murat besetzt Madrid.

2. Mai 1808 Aufstand von Madrid gegen die französische Fremdherrschaft. Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen.

5. Mai 1808 Nach langem Drängen seines Vaters tritt Ferdinand VII. als König von Spanien zugunsten seines Vaters ab. Napoleons Bruder Joseph Bonaparte besteigt den spanischen Thron. Murat tritt seine Nachfolge als König von Neapel an. Ferdinand erhält von Napoleon eine jährliche Rente und erhält das Talleyrandsche Schloss Valencay als Aufenthaltsort zugewiesen. Napoleon nahm die königliche Familie de facto gefangen.

Beginn des spanischen Unabhängigkeitskriegs.



Juli 1808 Joseph Bonaparte schwört als König von Spanien auf eine neu entworfene Verfassung und zieht in der Hauptstadt Madrid ein.

22. Juli 1808 Ein französischer Korps von 23.000 Mann kapituliert in Bailén, Joseph Bonaparte flieht. Es ist die größte französische Niederlage während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel. Im gleichen Monat landet der spätere Herzog von Wellington (ab 1814) in Portugal. Ihm gelingt es Junot zurück zu drängen. Kaiser Napoleon beschließt selbst einzugreifen.

Der eigentliche Spanienfeldzug beginnt

1808/1809 Spanienfeldzug Napoleons. Die spanische Hauptstadt Madrid wird von den Franzosen besetzt. König Joseph Bonaparte kehrt in das Königreich zurück. Napoleon wird bald durch die österreichische Erhebung abgelenkt. Marschall Soult gelingt es in seinem Auftrag die britische Hilfsarmee unter Sir John Moore auf La Coruña zurück zu drängen. Die britischen Truppen können sich über das Meer retten, bei einem Gefecht wird Moore getötet. Sir Wellington wird wieder als Befehlshaber eingesetzt.

13. August 1808 Nach drei Monaten Erfolglosigkeit brechen die Franzosen die Belagerung von Saragossa ab. Eine erneute Belagerung der Stadt und heftigen Kämpfen kommt es am 20. Februar 1809 zur Kapitulation von Saragossa.

Die Volksregierung (Cortes) proklamiert den spanischen Widerstand gegen die französische Fremdherrschaft. Asturien und Andalusien erheben sich und in Sevilla wird eine provisorische Regierung (Zentral-Junta) für Ferdinand VII. gebildet.

Die französischen Kräfte werden von einem Guerillakrieg in Spanien gebunden. Der Guerillakrieg wird sowohl vom Adel als auch vom Klerus unterstützt.
1809 Napoleon besetzt den Kirchenstaat und nimmt den Papst gefangen. Im spanischen Volk, überwiegend katholisch und kirchentreu, schürt dies den Widerstand.

1810 Erneuter Angriff der Franzosen auf Lissabon. Dieser wird von Wellington abgewehrt.

24. September 1810 Die Cortes treten zum ersten Mal zusammen. Das Exilparlament im eigenen Land, in der letzten Stadt auf spanischen Boden, die noch nicht von französischen Truppen besetzt ist, setzt sich aus Vertreten der einzelnen Provinzen aber auch der Kolonien zusammen. Innerhalb von 1,5 Jahren schafft die Cortes die erste liberale Verfassung Spaniens.

1812 Während sich Napoleon auf seinem Russlandfeldzug eine blutige Nase holt, gelingt Herzog Wellington die Befreiung Madrids.

19. März 1812, St. Josephstag: Die Zentraljunta in Cádiz, das noch belagert wird, verkündet die Konstitution des Jahres Zwölf, auch Verfassung von Cádiz oder nach ihrem Veröffentlichungsdatum La Pepa (nach dem Heiligen Joseph, Pepe). Diese neue liberale Verfassung will zwar die Monarchie beibehalten, die Rechte des Königs allerdings stark beschneiden. Verabschiedet worden war sie bereits am 12. März.

1813/1814 Die letzte Offensiv Wellingtons führt endgültig zur Befreiung von Spanien. Sieg von Vitoria und Einnahme von Toulouse in Frankreich.

Dezember 1813 Vertrag von Valencay. Napoleon gibt Ferdinand VII. die Krone zurück. Er verwirft die Konstitution des Jahres Zwölf und regiert als absoluter Herrscher.

19. März 1814 Eine der letzten Schlachten, die Schlacht von Vic-de-Bigorre in den Pyrenäen gegen Marschall Soults Armee endet ohne Sieger.

1814 März König Ferdinand VII. kehrt nach Spanien zurück.

4. Mai 1814 Per Dekret wird die Verfassung von 1812 verworfen. Ferdinand nimmt die Inquisition zur Hilfe, um den Absolutismus zu festigen.

Nach dem Freiheitskampf

1819 Der abgedankte König Karl stirbt in Rom.

1820 Liberale Revolution in Spanien, Spanische Revolution von 1820, sie bleibt ohne Folgen für die Monarchie. Für kurze Zeit muss Ferdinand die Verfassung von 1812 wieder herstellen. Ab 1823 kann König Ferdinand wieder in gewohnter Weise mit absolutistischer Gewalt über Spanien herrschen.

1833 König Ferdinand VII. stirbt in Spanien. Ihm folgt seine Tochter Isabella II. auf dem Thron nach, was die Carlistenkriege auslöst.

1851 Manuel de Godoy stirbt in Paris.

Spanischer Freiheitskampf gegen die Franzosen


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