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Befreiungskampf gegen Napoleon - Spanische Unabhängigkeitskrieg

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Der Spanische Unabhängigkeitskrieg (1807 bis 1814) gehört zum Napoleonischen Krieg auf der iberischen Halbinsel.
Am Spanischen Unabhängigkeitskrieg nahmen neben Spanien und Frankreich auch noch Portugal und Großbritannien auf Seiten der spanischen Freiheitskämpfer teil. Begonnen hatte der Krieg, da Frankreich versuchte Portugal mit in die Handelsblockade gegen Großbritannien einzubinden, Spanien lag für Napoleon und seine Armee quasi auf den Weg. Vor dem Beginn des Spanischen Unabhängigkeitskriegs stand Spanien noch auf der Seite Frankreich, als aber König Karl IV zu Gunsten seines Sohns Ferdinands auf den spanischen Thron verzichtete, griff Napoleon ein und setzte den Spanier seinen Bruder Joseph Bonaparte als neuen König vor die Nase, eine Fremdherrschaft, die im Land nicht akzeptiert wurde.

Quer durch Spanien Richtung Portugal

1807 machte sich die französische Armee unter Jean-Andoche Junot auf den Weg durch Spanien in Richtung Portugal. Zu diesem Zeitpunkt herrschte in Spanien noch König Karl IV., der sich als mächtiger Herrscher über sein Land sah, dabei war Spanien von Frankreich als Anhängsel betrachtet worden. Sein Sohn, Ferdinand, rebellierte gegen seinen Vater und nahm dafür die Hilfe Napoleons an. Zur Stärkung seiner Position wollte er sich in die Familie des Kaisers der Franzosen einheiraten. Dieser sendete eine Armee, an der Spitze Joachim Murat, nach Spanien.


Am 17. März 1808 führte die Meuterei von Aranjuez dazu, dass König Karl IV. festgesetzt wurde und er zugunsten seines Sohnes Ferdinands auf die spanische Krone verzichtete, das Volk rief seinen Sohn als König Ferdinand VII. von Spanien aus. Ferdinand zog am 24. März 1808 auch umjubelt in Madrid ein. Napoleon hatte aber kein Interesse an einen König Ferdinand, er war ihm zu Franzosenfeindlich und installierte daher seinen Bruder Joseph Bonparte als spanischen König. Napoleon zwang Ferdinand an 5. Mai zur Rückgabe der Krone an seinen Vater Karl, dieser verzichtete dann zugunsten von Napoleon auf die Krone. Dieser reichte sie an seinen Bruder Joseph Bonaparte weiter.

Beginn der Fremdherrschaft über Spanien

Der Beginn der französischen Fremdherrschaft in Spanien. Schon am 2. Mai 1808 kam es in Madrid zu einen Volksaufstand gegen die Franzosen, dieser weitete sich dann zum spanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die französischen Besatzer aus. Der Guerillakrieg erhielt seinen Namen in Spanien.

Während Spanien sich im Befreiungskrieg befindet, erhält Ferdinand eine Pension von Napoleon und einen Wohnort zugewiesen. De facto befindet sich die Königsfamilie in Gefangenschaft des Kaisers der Franzosen.

Spanischer Kampf gegen französische Fremdherrschaft


Die spanische Bevölkerung akzeptierte die Fremdherrschaft nicht. In Aranjuez wurde im September 1808 eine Zentraljunta eingerichtet, die die Befreiungskämpfe gegen die Franzosen leiteten. Am 28. Dezember 1808 rief die Zentraljunta dann noch zum Guerillakrieg auf. Die Angriffe der Guerrilleros, irreguläre Kräfte, rieben die französischen Kräfte dann mehr und mehr auf.

Großbritannien unterstützt Spanien

Unterstützung erhielten die spanischen Widerstandskämpfer von britischer Seite. Der Herzog von Wellington, damals noch Arthur Wellesley, konnte zwar zunächst auf spanischen Boden einige Siege gegen die Franzosen erreichen, musste sich dann aber doch vor der Übermacht nach Portugal zurückziehen.

1810 haben die Franzosen auch Andalusien unter Kontrolle. Von hier soll dann die Vertreibung der Engländer aus Portugal in Angriff genommen werden. Mit einem 80.000 Mann starkem Heer dringt man in das Nachbarland ein. Die Zentraljunta floh von Sevilla nach Cádiz, die letzte spanische Stadt, die noch nicht in französischer Hand war.

In dieser Phase des Krieges erschienen die Franzosen übermächtig. Die spanische Lage schien verloren. Die Oberschicht resignierte und schloss sich dem von Napoleon installierten König Joseph Bonaparte an. Die Zentraljunta wird zur Abdankung gezwungen. Die Cortes leitet nun den spanischen Widerstandskampf und verstärkt zunächst die Truppen und verbessert Schulung und Verpflegung. Zum Oberbefehlshaber der spanischen Truppen wird der Herzog von Wellington ernannt, dieser hatte sich 1811 vor Lissabon gegen die Franzosen behaupten können. Erste Erfolge stellen sich im Januar 1812 ein. Wellington erobert zunächst Ciudad Rodrigo und im April Badajoz von den Franzosen zurück. Nachdem am 22. Juli dann noch Salamanca fällt, zieht der Herzog von Wellington an der Spitze der Streitkräfte am 12. August in Madrid ein.


Spanischer Befreiungskampf Ende


Napoleon gab Spanien aber nicht so einfach verloren. Wieder verstärkt er die Truppen, die Übermacht zwingt Herzog Wellington erneut zum Rückzug bis an die portugiesische Grenze. Ein letztes Mal ziehen die Franzosen in der spanischen Hauptstadt ein.

Ende 1812 kommt es für Kaiser Napoleon zur Katastrophe in Russland. Da Zar Alexander die Kontinentalsperre nicht mehr einhielt, begann Napoleon seinen Russlandfeldzug im Sommer. Statt einem schnellen Sieg gibt es einen Feldzug im Winter, ein verlustreicher Feldzug, der auch für die Situation in Frankreich und Spanien nicht ohne Folgen blieb.

Im gleichen Jahr verabschiedet die Cortes in Cadiz eine neue Verfassung, in Spanien La Pepa genannt, da sie am 19. März verkündet wurde, dem Tag des Heiligen Joseph, in Spanien Pepe genannt. Die erste moderne Verfassung für Spanien.
Im Mai verließ König Joseph Bonaparte Madrid und zieht sich mit der französischen Armee nach Vitoria (Baskenland) zurück. Wellington schlägt die Franzosen hier am 21. Juni 1813 endgültig, die Franzosen ziehen sich in ihr Land zurück und Wellington folgt ihnen über die Pyrenäen und rückt am 9. Juli in Frankreich ein.

Die spanische Unabhängigkeit war damit wieder hergestellt. Besiegelt wurde sie am 11. Dezember 1813 durch den Vertrag von Valencay zwischen Spanien und Frankreich. Die Rückkehr Ferdinands VII. auf den spanischen Thron wird festgelegt.

1814 kehrt König Ferdinand VII. nach Spanien zurück. Die 1812 verabschiedete Verfassung lehnt der Monarch ab und weigert sich den Eid auf sie abzulegen. Und lässt die Cortes von seinen Truppen auseinander jagen. Die Bevölkerung in Spanien jubelt ihrem Monarchen nach Jahren der französischen Fremdherrschaft dennoch zu. Zudem war er ein Gegner von Manuel de Godoy, dem ehemaligen Liebhaber der spanischen Königin Marie Luise von Parma und dies war in Spanien ebenfalls nicht vergessen worden, so verhasst war dieser immer noch.

Sein absolutistischer Regierungsstil führt allerdings 1820 zu einer liberalen Revolution in Spanien, die Ferdinand unbeschadet übersteht. An seiner absolutistischen Regierungsform änderte der Monarch nichts. Nur drei Jahre lang musste er sich an die Verfassung von 1812 halten, ehe 1823 ausgerechnet die Franzosen ihm zur alten Macht verhelfen.


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