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Nationalparks in Spanien

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14 Nationalparks gibt es in Spanien, acht Nationalparks liegen auf dem spanischen Festland, weitere vier auf den Kanaren, einer auf den Balearen und einer auf einer Inselgruppe vor Galicien in Nordspanien.

Noch dieses Jahr könnte ein 15. Nationalpark hinzukommen, der Nationalpark Guadarrama.

Nationalparks auf dem spanischen Festland

Nationalpark Picos de Europa

Nationalpark Picos de Europa (spanisch Parque Nacional de los Picos de Europa), im Norden Spaniens, verteilt auf die Provinzen Asturien, León und Kantabrien. Nationalpark seit 1995, eine Erweiterung des seit 1918 bestehenden Nationalparks Covadonga. Mit 64.660 Hektar ist der Nationalpark Picos de Europa der größte Nationalpark Spaniens. Der Park ist frei zugänglich und ganzjährig für Besucher geöffnet.
Nationalpark Picos de Europa
Nationalparks auf dem spanischen Festland und den Balearen

Nationalpark Ordesa y Monte Perdido

Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, ebenfalls 1918 gegründet, der älteste Naturpark der Pyrenäen. 15.608 Hektar groß, der Ordesa Nationalpark liegt in der Provinz Huesca. In diesem Nationalpark finden sich zahlreiche Pflanzen- und Tierrarten, die in weiten Teilen Europas ausgestorben sind, wie der Braunbär oder der Schmutzgeier.
Ordesa-Nationalpark

Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici

Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici, wurde 1955 unter dem Namen Parque Nacional de Aiguas Tortas y Lago de San Mauricio eingerichtet, der Park liegt in den Pyrenäen in der autonomen Region Katalonien. Zunächst nur 9.851 Hektar groß wurde er 1996 auf die heutige Fläche von 14.119 Hektar erweitert. Gerade im Sommer ist der Park Ziel zahlreicher Wanderer, so führt der Pyrenäen-Fernwanderweg GR 11 mitten durch den Park.
Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici

Nationalpark Coto de Doñana

Parque Nacional de Doñana, Nationalpark Coto de Doñana, an der Costa de la Luz in Andalusien, heute 54.252 Hektar groß, umgeben von einer 26.450 Hektar großen Pufferzone. Der Nationalpark Coto de Coñana ist Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet. Geschaffen wurde der Nationalpark 1969. Der Nationalpark ist für Besucher nur nach Voranmeldung zugänglich. 1994 wurde der Naturpark von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Wichtigkeit des Gebiets für die Wandervögel erkannt.
Nationalpark Coto de Doñana (deutsch) Nationalpark Coto de Doñana (offiziel)

Nationalpark Tablas de Daimiel

Nationalpark Tablas de Daimiel, in der autonomen Region Kastilien-La Mancha. Der Nationalpark ist mit 1.928 Hektar recht klein, schützt aber eine der letzten verbliebenen Flussauen Zentralspaniens. Der Park wurde 1973 eingerichtet, 1981 zum Biosphärenreservat erklärt und 1982 dann zum Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Inzwischen ist die Tablas de Daimiel auch Besonderes Schutzgebiet nach der EU-Vogelschutzrichtlinien (ZEPA).
Nationalpark Tablas de Daimiel

Nationalpark Cabañeros

Nationalpark Cabañeros (auf spanisch Parque Nacional de Cabañeros), Nationalpark und Schutzgebiet nach der EU-Vogelschutzrichtlinie in der autonomen Region Kastilien-La Mancha. Der Nationalpark ist 41.804 Hektar groß und bekannt für seinen Wild- und Vogelreichtum. 1982 wollte das Verteidigungsministerium hier einen Schießplatz einrichten, was aber auf Ablehnung in der Öffentlichkeit traf. 1988 wurde das Gebiet zunächst zum Naturpark erklärt, 1995 wurde dann der Cabañeros-Nationalpark geschaffen. Der Zutritt zum Park ist beschränkt, es gibt einige Wanderwege, die frei zugänglich sind.
Nationalpark Cabañeros (spanisch)

Nationalpark Sierra Nevada

Nationalpark Sierra Nevada, Andalusien, 86.208 Hektar groß, geschaffen 1999. Bereits 1986 wurde das Gebiet zum Biosphärenreservat erklärt.
Nationalpark Sierra Nevada

Nationalpark Atlantikinseln Galicien

Parque nacional de las Islas Atlánticas de Galicia, Nationalpark Atlantikinseln Galicien, hier liegt auch die Islas Cies, auf der sich laut einer englischen Tageszeitung der schönste Strand der Welt befinden soll. Der Nationalpark beinhaltet 12 Quadratkilometer Landfläche und 72 Quadratmeter Meeresfläche, der Park wurde 2002 gegründet. Auf der Insel Cortegada befindet sich der größte Lorbeer-Wald Europas. Nur sechs Monate nachdem die Cies-Inselgruppe vom Naturpark (seit 1980) zum Nationalpark erklärt wurde ereignetet sich das Prestige-Unglück.
Nationalpark Atlantikinseln Galicien Bilder Insel Cies

Nationalpark Monfragüe

Nationalpark Monfragüe, auf spanisch Parque Nacional de Monfragüe, 17.852 Hektar groß, gegründet 2007, in der autonomen Region Extremadura. Bereits seit 1979 war das Gebiet Naturpark, 1988 wurde er Schutzgebiet nach der EU-Vogelschutzrichtlinie und im Juli 2003 wurde der Naturpark von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Interessant ist im Nationalpark Monfragüe die Vogelwelt, so gibt es hier die größte Kolonie der Mönchsgeier in Europa. Aber auch Spanische Kaiseradler, Schwarzstorch, Gänsegeier, Schmutzgeier können hier beobachtet werden.

Geplanter Nationalpark

Nationalpark Guadarrama

Nationalpark Guadarrama, Parque Nacional de Guadarrama, könnte der 15. spanische Nationalpark werden, er wäre dann der viertgrößte in Spanien. Der Park soll etwa 37.000 Hektar groß werden und umfasst wertvolle Gebiete der Sierra de Guadarrama. Im Park befinden sich elf verschiedene Typen von Ökosystemen, darunter auch der Typ des mediterranen Hochgebirges, einmalig auf der iberischen Halbinsel. Das entsprechende Gesetz, der aus dem geplanten Nationalpark einen Nationalpark macht, soll 2009 verabschiedet werden.

Nationalparks auf den Kanaren

Nationalparks auf den Kanarischen Inseln

Nationalpark Teide

Nationalpark Teide, Parque Nacional de las Cañadas del Teide, auf der Kanareninsel Teneriffa, gegründet 1954, 18.990 Hektar groß. Gehört seit 2007 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Wird jährlich von etwa 3,5 Millionen Menschen besucht. Allerdings müssen sich die Besucher an die Regeln halten, Wanderer abseits der vorgeschriebenen Wege werden nicht geduldet. Wer den Teide nicht zu Fuß erklimmen möchte, kann auch die Seilbahn, die Teleférico del Teide nutzen.
Nationalpark Teide

Nationalpark Caldera de Taburiente

Nationalpark Caldera de Taburiente, Parque Nacional de la Caldera de Taburiente, gegründet 1954, auf der Kanareninsel La Palma. 4690 Hektar groß. Der Nationalpark umfasst den Caldera de Taburiente, den größten Senkkrater weltweit.
Nationalpark Caldera de Taburiente

Nationalpark Timanfaya

Nationalpark Timanfaya auf der Kanareninsel Lanzarote. Eingerichtet 1974, 5.107 Hektar groß. Der Timanfaya-Nationalpark, spanisch Parque Nacional de Timanfaya, ist auch als Montañas del Fuego (Feuerberge) bekannt. Der Park umfasst das Gebiet, das zwischen 1730 und 1736 durch Vulkanausbrüche zerstört wurde. Der letzte Vulkanausbruch ereignete sich 1824. Sein 1994 ist der Nationalpark besonders Vogelschutzgebiet.
Nationalpark Timanfaya Vulkane auf den Kanaren

Nationalpark Garajonay

Nationalpark Garajonay, Parque Nacional de Garajonay, auf der Kanareninsel La Gomera, gegründet wurde der 3.984 Hektar große Nationalpark 1981, er nimmt etwa zehn Prozent der Insel ein. Wegen seinem einmaligem Ökosystem steht der Garajonay-Nationalpark seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO.


Nationalpark auf den Balearen

Parque Nacional Marítimo-Terrestre del Archipiélago de Cabrera, Parque Nacional del Archipiélago de Cabrera, Cabrera-Nationalpark, besteht seit 1991. Die Ziegeninsel liegt südlich von Mallorca im Mittelmeer und ist die kleinste bewohnte Insel der Autonomen Region der Balearen (20 Einwohner). Der Cabrera-Nationalpark ist 10.021 Hektar groß, davon 1.318 auf dem Land und 8.703 Seegebiet. Da der Meeresgrund Naturschutzgebiet ist, dürfen private Boote vor Cabrera auch nicht ankern.

Besonderheiten:

Der Nationalpark Covadonga war der erste Naturraum Spaniens, der den Titel Nationalpark trug. Der Nationalpark besteht seit 1918 und ist heute Teil des Nationalparks Picos de Europa. Im gleichen Jahr wurde der Nationalpark Valle de Ordesa gegründet, der älteste Park seiner Art in den Pyrenäen.

Der Nationalpark Picos de Europa ist mit 64.660 Hektar der größte Nationalpark Spaniens.

Mit 3,5 Millionen Besuchern jährlich ist der Nationalpark Teide auf Teneriffa der wohl am besten besuchte Nationalpark Spaniens.


Geschichte Nationalparks in Spanien

22. Juli 1918 Der erste Naturraum Spaniens, der den Titel Nationalpark erhält, ist der Nationalpark Covadonga (Parque Nacional de la Montaña de Covadonga), heute Teil des Nationalparks Picos de Europa.

16. August 1918 Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in der Provinz Huesca wird gegründet. Er umfasst das Valle de Ordesa. Der Ordesea Nationalpark ist damit der älteste Nationalpark der Pyrenäen.

1920 Die Sociedad de Alpinismo Peñalara schlägt vor in der Sierra de Guadarrama einen Nationalpark einzurichten. Der Vorschlag hatte damals aber keinen Erfolg. Er wurde erst Anfang der 2000er Jahre wieder aufgenommen.

1932 In Katalonien gibt es die erste Erwägung, einen Nationalpark in den Hochlagen der Pyrenäen einzurichten. Der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici wird allerdings erst 1955 geschaffen.

22. Januar 1954 Auf Teneriffa wird mit dem Parque Nacional del Teide, der älteste und größte Nationalpark der Kanarischen Inseln geschaffen.

6. Oktober 1954 Auf der Kanareninsel La Palma wird der Parque Nacional de la Caldera de Taburiente, Nationalpark Caldera, gegründet.

21. Oktober 1955 Der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici in den Pyrenäen wird eingerichtet. Der Park war damals 9.851 Hektar groß, wird aber 1996 erweitert.

16. Oktober 1969 Der Nationalpark Coto de Doñana wird geschaffen.

28. Juni 1973 Die Tablas de Daimiel werden zum Nationalpark erklärt.

9. August 1974 der Timanfaya-Nationalpark auf Lanzarote wird gegründet.

4. April 1979 In der Extremadura wird der Naturpark Monfragüe eingerichtet. 2007 erhält er den Status eines Nationalparks.

1980 Die Cies-Inselgruppe vor Galicien wird zum Naturpark erklärt.

1981 Der Nationalpark Caldera auf La Palma wird zum besonderen Vogelschutzgebiet erklärt.

1981 Der Nationalpark Tablas de Daimiel wird zum Biosphärenreservat erklärt.

25. März 1981 Auf La Gomera wird der Nationalpark Garajonay gegründet.

13. Juli 1982 Der Nationalpark Valle de Ordesa wird in Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido umbenannt.

1982 Das spanische Verteidigungsministerium plant die Einrichtung eins Schießplatzes auf dem Gebiet des heutigen Cabañeros-Nationalpark. Die Pläne werden aufgegeben.

1982 Der Nationalpark Tablas de Daimiel wird zum Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention erklärt.

29. Juni 1985 Im Nationalpark Caldera auf La Palma wird unter Anwesenheit zahlreicher Wissenschaftler und Staatsoberhäupter der beteiligten Länder (Spanien, Schweden, Dänemark, England und auch Deutschland) sowie des spanischen Königspaares das Roque de los Muchachos Observatorium eingeweiht.

1986 Wegen seinem einmaligem Ökosystem wird der Garajonay-Nationalpark auf La Gomera als Weltnaturerbe unter den Schutz der UNESCO gestellt.

1988 Der heutige Cabañeros-Nationalpark wird gegründet, allerdings zunächst als Naturpark.

1988 Der Nationalpark Tablas de Daimiel ist Besonderes Schutzgebiet nach der EU-Vogelschutzrichtlinie (ZEPA).

1994 Die UNESCO erklärt den Nationalpark Coto de Doñana an der Costa de la Luz in Andalusien zum Weltnaturerbe. Der Park ist Spaniens wichtigstes Feuchtegebiet.

30. Mai 1995 Der älteste Nationalpark Spaniens, der Nationalpark Covadonga, wird Teil des Nationalparks Picos de Europa.

20. November 1995 Aus dem Cabañeros-Naturpark wird ein Nationalpark.

5. Juli 1996 der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici wird erweitert, statt 9.851 Hektar ist er seit dem 14.119 Hektar groß.

1997 Der Monte Perdido, der zum Ordesa Nationalpark in den Pyrenäen gehört, wird zum UNESCO-Welterbe erklärt.

25. April 1998 Katastrophe von Aznalcóllar, nachdem der Damm des Absetzbeckens der Zink- und Bleimine Los Frailes in Aznalcóllar bei Sevilla gebrochen ist, verunreinigt giftiger Schlamm Teile des Nationalparks Coto de Doñana.

11. Januar 1999 Der Nationalpark Sierra Nevada wird geschaffen.

13. Juni 2002 Der Naturpark der Cies-Inselgruppe in Galicien wird zum Nationalpark erklärt.

November 2002 Prestige-Unglück. Das auslaufende Öl verunreinigt auch das Gebiet des Nationalparks Atlantische Inseln vor Galicien.

9. Juli 2003 Die UNESCO erklärt den Nationalpark Picos de Europa zum Biosphärenreservat.

2004 Der Nationalpark Coto de Doñana in Andalusien wird erweitert. Er ist nun 54.252 Hektar groß.

3. März 2007 Der Naturpark Monfragüe wird zum Nationalpark erklärt.

28. Juni 2007 Die UNESCO erklärt den Nationalpark Teide zum Weltnaturerbe.
Bestes Naturdenkmal Spaniens Nationalpark Lago de Sanabria y Alrededores
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