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Ley de Memoria Histórica

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Gesetz zur historischen Erinnerung, spanisch Ley de Memoria Histórica (auch Wiedergutmachungsgesetz), verabschiedet am 31. Oktober 2007, soll als rechtliche Basis zur umfassenden Aufarbeitung der Franco-Diktatur in Spanien dienen. Ein wichtiges Ziel des Gesetzes ist die Rehabilitierung der Opfer, auch der Vergessenen. Ein solches Gesetz zu schaffen, war der sozialistischen Regierung von José Luis Rodriguez Zapatero seit ihrem Amtsantritt im Jahre 2004 ein wichtiges Anliegen, war doch seit dem Tod von Diktator Francisco Franco im Jahre 1975 der Übergang zur Demokratie in Spanien gut gelungen, hatte aber eine Aufarbeitung der Verbrechen oder gar Bestrafung der Täter nie stattgefunden. Ein Amnestiegesetz 1977 hatte zwar die politischen Häftlinge befreit, aber eine Diskussion im Keim erstickt.

Das Gesetz der Historischen Erinnerung war allerdings kein formulierter Punkt im Wahlprogramm der Sozialisten für die Parlamentswahlen 2004 gewesen.

Widerstand gegen das Gesetz

Und auch 32 Jahre nach dem Ende der Diktatur, fast 30 Jahre nach dem Inkrafttreten der spanischen Verfassung, regte sich gegen ein Gesetz zur Aufarbeitung heftige Widerstände. Einige Gruppierungen wollten, ungeachtet der Leiden der Opfer, die Zeit weiter tot schweigen. Wichtigstes Argument waren hier die Leiden und Wunden, auch der Opfer, die ein solches Gesetz wieder aufreißen würde.

Auch wurde angeführt, dass die Transición, wie die friedliche Übergangszeit von Diktatur zur Demokratie in Spanien genannt wird, wegen dem Verzicht auf eine Abrechnung so reibungslos funktionierte und ein solches Gesetz 30 Jahre später, den Hintergedanken des damaligen Schweigepakts widersprechen würde. Ein solches Gesetz würde das Land in zwei Lager spalten, was durch die Transición verhindert werden sollte.

Verabschiedung Gesetz zur historischen Erinnerung

Der Regierungspartei PSOE gelang es aber nach heftigen Auseinandersetzungen im Parlament und in der Gesellschaft eine Mehrheit für das Ley de Memoria Histórica zu finden. Für das Gesetz zur historischen Erinnerung stimmten am Ende die Regierungspartei PSOE, die Linkspartei IU-ICV, das katalanische Parteienbündnis CiU, die baskische Partei PNV sowie die Kanarenpartei CC. Gegen das Gesetz stimmten die konservative Volkspartei Partido Popular (PP) sowie die katalanischen Linksnationalisten ERC, letztere, da ihr das Gesetz nicht weit genug ging.
Das Gesetz zur historischen Erinnerung trat am 27. Dezember 2007 in Kraft.

Inhalt Ley de Memoria Histórica

Das Gesetz soll eine Grundlage für eine objektive Aufarbeitung der Zeit bilden. Durch das Gesetz sollen auch die vergessenen Opfer wieder zum Vorschein kommen, denn während die Opfer unter den Anhängern Francos sich seit jeher, gerade auch in der katholischen Kirche, einer großen Bekanntheit und Beliebtheit erfreuen, sind die Opfer auf der Seiten der Demokratie längst nicht alle bekannt.

Die wichtigsten Punkte des Erinnerungsgesetzes sind:

Rehabilitierung der Opfer: Gegenüber bestehenden Regelungen wurden verbesserte Hilfe für die Opfer des Franco-Diktatur beschlossen. Darunter fallen höhere Rentenzahlungen aber auch Entschädigungen für Häftlinge des Regimes.
Öffnung historischer Archive. Exhumierung der Opfer, Öffnung von Massengräbern, nicht nur durch amtliche Stellen, auch private Einrichtungen können dies nun erreichen. Der Staat wird zur Hilfe verpflichtet. Über 100.000 anonyme Opfer von Erschießungskommandos sollen noch in Massengräbern verscharrt liegen.
Verbannung von Symbolen der Franco Diktatur und Entpolitisierung des Franco-Grabmals: Auch zur Zeit der Verabschiedung des Gesetzes gab es in Spanien Standbilder aber auch Straßen, die an die Zeit der Diktatur erinnerten, so wurde ein Reiterstandbild erst Ende 2008 entfernt, auf Teneriffa erst dann Straßen umbenannt. Des weiteren soll eine Entpolitisierung des Franco Grabmals bei Madrid stattfinden und in ein Tal der Gefallenen als Gedenkstätte für die Opfer stattfinden. Hier treffen sich noch immer jedes Jahr am Todestag des Diktators Nationalisten wie Faschisten.
Internationalen Brigadisten, also Freiwillen in den Internationalen Brigaden, soll die spanische Staatsbürgerschaft angeboten werden, ohne dass sie, wie bei einem Gesetz im Jahre 1996 auf ihre eigene verzichten müssen.
Kinder und Enkelkinder der Verbannten und Geflohenen soll die Annahme der spanischen Staatsbürgerschaft ermöglicht werden (siehe auch Ley de Nietos, Gesetz der Enkel). Davon profitieren alle Hinterbliebenen derer, die zwischen dem 18. Juli 1936 und dem 31. Dezember 1955 geflohen sind.
Schaffung eines zentralen Archivs in Salamanca, in das auch das Allgemeine Archiv des Bürgerkriegs eingeglieder werden soll.

Gegner des Erinnerungsgesetzes

Zu den Gegnern gehörten neben der konservativen Volkspartei Partido Popular und den katalanischen Linksnationalisten ERC (allerdings weil diesen das Gesetz nicht weit genug ging) Sympathisanten der Rechten und Revisionisten, Widerstand kam auch aus Reihen der katholischen Kirche. So wurden in Rom am 28. Oktober 2007, als die Debatten über das Gesetz zur historischen Erinnerung in die Endphase gingen, 498 neue Märtyrer des spanischen Bürgerkriegs selig gesprochen, damit waren es fast 1000 an die, die katholische Kirche gedenkt, bereits 1987 gab es eine Seligsprechung von 468 solcher Märtyrern unter Papst Johannis Paul II.
Die Partido Popular zeigte aber zumindest partielle Einsicht und stimmte zwar nicht dem gesamten Gesetz zu, unterstützte aber die Punkte, in denen es um die geschichtliche Aufarbeitung der Franco-Zeit geht.

Zeitleiste Diktatur und Aufarbeitung in Spanien

1931 In Spanien wird die Republik ausgerufen.
1936 Beginn des spanischen Bürgerkriegs. Das Militär unter Führung von Francisco Franco putscht gegen demokratische Regierung.
1939 Ende des spanischen Bürgerkriegs. Die genaue Zahl der Todesopfer ist unbekannt. Beginn der Diktatur. Zahlreiche Gegner dieser gegen ins Exil.
1969 Francisco Franco erlässt ein Dekret, dass alle Verbrechen vor dem 1. April 1939 verjähren lässt.
1975 Diktator Franco stirbt. In Spanien beginnt der Übergang (Transición) zur Demokratie.
1977 Amnestie für alle politischen Häftlinge.
1978 Die spanische Verfassung tritt in Kraft.
Zwischen 1976 und 1990 werden eine Reihe von Gesetzen erlassen, die neben der Amnestie auch staatliche Hilfen für die Opfer vorsehen.
2006 Im Juni 2006 beschließt der Kongress das Jahr zum Jahr der historischen Erinnerung zu erklären. Die Volkspartei stimmt dagegen. Kurz danach wird das Gesetz zur historischen Erinnerung vorgestellt.
2007 Das Gesetz zur historischen Erinnerung tritt in Kraft.
2008 Ab Ende Dezember können die Enkel und Kinder von Exil-Spaniern Anträge auf die spanische Staatsbürgerschaft stellen. Möglich wird das durch das Ley de Nietos.
Ende 2008 Amnesty International kritisiert, dass immer noch nicht mit der Suche der wohl weit mehr als 100.000 anonym verscharrten Erschießungsopfer des Spanischen Bürgerkriegs begonnen wurde.
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Peseta

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Das Real Instituto Elcano de Estudios Internacionales y Estratégicos wurde 2001 gegründet, dabei handelt es sich um eine staatlich unabhängige Denkfabrik zu internationalen Themen und Strategien.

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Somport

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Die spanische Fluggesellschaft Spanair wurde im Jahre 1986 gegründet. Die Flugzeugflotte der Spanair ist durchschnittlich 12,4 Jahre alt. Das schlimmste Unglück in der Geschichte war der Absturz von Flug JK 5022 im August 2008.

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