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Kantabrien im Norden von Spanien
KantabrienKantabrien ist eine der kleineren Autonomen Regionen Spaniens. Dabei liegt die Region am Golf von Biscaya im Norden von Spanien. Nachbarregionen sind Asturien, Kastilien-León und das Baskenland. Die autonome Region Kantabrien bildet auch die einzige Provinz. Die Hauptstadt von Kantabrien ist die Hafen- und Industriestadt Santander. In dieser Stadt leben über ein Drittel der Einwohner der Region. Gleichzeitig ist die Stadt ein sehr beliebter Badeort und wird gerne von Spaniern aus dem heißen Inland besucht. Sie schätzen das Klima, das auch im Hochsommer eher kühl ist. Die Winter sind dafür recht Mild. Vor allem im Juli und August sind die reinen weißen Sandstrände ein Besuchermagnet.In Santander ist der spanische Fußballverein Racing Santander zu Hause, der in der spanischen Primera Division spielt. Ein wenig GeschichteDen Namen Kantabrien hat die Region durch den keltiberischen Stamm der Cantabrer, die hier siedelten. Angeblich wurde der Stamm der Cantabrer von Frauen regiert. Im Zuge der Völkerwanderun wurden die Cantabrer dann von den Westgoten verdrängt. Im 8. Jahrhundert, als fast die gesamte iberische Halbinsel von den Mauren erobert wurde, konnten sich nur Kantabrien und Asturien gegen die Eroberung wehren. Kantabrien kam die abseits gelegene Lage und der Schutz durch die Berge zugute. Die Lage macht das Land auch zum Widerstandsnest, als die Franzosen Spanien eroberten. In den Bergen von Kantabrien hatten die Guerrilleros beste Möglichkeiten einen erfolgreichen Kampf gegen die französischen Besatzer zu führen.Wirtschaft KantabrienWährend das benachbarte Baskenland zu den reichsten Regionen Spaniens gehört, ist Kantabrien durchschnitt. Das Land lebt von Viehhaltung, Fischfang und dem Tourismus. Dazu kommt der Bergbau. In Kantabrien werden Zink-, Blei- und Eisenerz und auch Steinkohle abgebaut. Auch Chemiewerke gibt es, insbesondere bei Torrelavega. News Wirtschaft SpanienHöhlen von AltamiraIn Kantabrien befinden sich die Höhlen von Altamira, 30 Kilometer westlich von Santander in der Nähe der Stadt Santillana del Mar. Bekannt sind die Höhlen wegen ihrer steinzeitlichen Höhlenmalereien, die zwischen 18000 und 13000 v. Chr. entstanden. Abgebildet sind in 100 Bildern Bisons, Hirschkühe, Pferde und Wildschweine und andere Tiere der Zeit. Ein Kind entdeckte die Bedeutung der Höhlen und zwar die achtjährige Maria, die 1879 Abbilder von Tieren, die sie für Rinder hielt, an der Decke entdeckte. Ihr Vater, der Besitzer der Höhle, Don Marcelino Sanz de Saoutuola sorgte dann mit der Veröffentlichung einer kurzen Beschreibung für das bekannt werden. Allerdings waren die Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts nicht von der Echtheit der Malereien überzeugt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts erkannte man ihre Bedeutung. Heute sind die Malereien bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel, daher wurde zum Schutz der Steinzeitmalereien eine detailgenaue Reproduktion der Höhle erbaut, die besichtigt werden kann. Seit 1964 kann man naturgetreue Nachbildungen der Deckenmalereien der Höhlen von Altamira auch im Deutschen Museum in München besichtigen. Geschichte SpanienDie elf größten Städte in Kantabrien
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