Spanien | Bilder | Regionen | Infos | Geschichte | Fußball in Spanien | Lexikon | Fiestas | Spanien News
Spanien » Regionen in Spanien » Kanarische Inseln » Vulkane auf den Kanaren

Vulkanausbrüche Vulkane auf den Kanaren

Werbung:

Alle Inseln der Kanaren sind vulkanischen Ursprungs. La Palma und die Insel El Hierro sind mit einem Alter von etwa 1,12 bis drei Millionen Jahren die jüngsten der Kanarischen Inseln. Lanzarote, Fuerteventura und Lobos bringen es auf ein Alter von etwa 20,6 Millionen Jahren und La Gomera immerhin auf zwölf Millionen Jahre. Dabei sind die Inseln nur der Gipfel des kanarischen Gebirges, die aus dem Wasser ragen. So ist die Insel La Palma der Gipfel eines 6500 Meter hohen Gebirges, von dem 4000 Meter unter Wasser liegen. Der höchste Gipfel von La Palma ist der Roque de los Muchachos (2426 Metern). Auf seinem Gipfel befindet sich auch ein Observatorium.

Vulkanausbrüche La Palma

Wie alle Inseln der Kanaren ist die Insel La Palma vulkanischen Ursprungs. Historisch dokumentiert sind Vulkanausbrüche auf La Palma seit der Eroberung der Kanarischen Inseln durch die Spanier, der letzte Ausbruch fand 1971 im Süden von La Palma bei Fuencaliente, heute Los Canario, statt. Da der Vulkan Teneguía, der bei diesem Vulkanausbruch entstand, nur ruht, aber nicht erloschen ist, wird er immer noch beobachtet.
1971 Ausbruch des Vulkan Teneguía zwischen dem 26. Oktober und dem 28. November
1949 Ausbruch des Vulkan San Juan, Duraznero, Hoyo Negro (Cumbre Vieja)
1712 El Charco
1677 Vulkan San Antonio eigentlich Vulkan Fuencaliente, gehört zum Cumbre Vieja. Bei dem Ausbruch entstehen 16 kleine Krater.
1646 Vulkan San Martin
1585 Tajuya in der Nähe von El Paso
1470 bis 1492 Montaña Quermada
Wenn es wieder zu einem Vulkanausbruch auf La Palma kommen würde, besteht die Gefahr, dass die Hälfte der Insel ins Meer abrutscht und so eine riesige Welle (Tsunami) auslösen würde, der sieben oder acht Stunden später die ostamerikanische Küste, darunter Miami und New York, treffen würde. So gibt es eine CSI-Miami Folge, in der Horatio Caine (David Caruso) und seine CSI-Kollegen unter Zeitdruck stehen, da eine solche Flutwelle, ausgelöst durch einen Vulkanausbruch auf den Kanaren auf Miami zurast. Während alle anderen flüchten, ermittelt das CSI weiter und ist irgendwann gezwungen in einem riesigen Tresor zu flüchten.
Es gibt auch eine Folge von Pro Sieben Galileo Mystery, die sich damit beschäftigt, hier wird auch der Frage nachgegangen, ob nicht nur ein Vulkanausbruch, sondern ein Terroranschlag einen Tsunami auslösen könnte, der verheerende Auswirkungen auf die Ostküste der USA hätte. Zuerst wurde das Thema vom BBC im Jahre 2000 von zwei Wissenschaftlern thematisiert, die von einer 90 Meter oder höheren Flutwelle sprachen. Ein Megatsunami im Atlantik. Von spanischer Seite wird der Beitrag als Polemisch empfunden.

Vulkanausbrüche auf Lanzarote

Von einen Pfarrer von Yiza, Don Andres Lorenzo Curbelo ist eine detaillierte Beschreibung der Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 erhalten. Die Vulkanausbrüche dauern 2053 Tage an. Am 1. September 1730 bildeten sich auf einer Strecke von 18 Kilometern 32 neue Vulkane. Ein Viertel von Lanzarote wird unter Lava begraben, darunter auch die fruchtbarsten Böden der Insel. An der Stelle, wo früher fruchtbares Land war und Menschen siedelten entstanden neue Vulkane, die den Namen Montañas del Fuego (Feuerberge) erhielten. Erst als die Versorgung mit Lebensmitteln sich verschlechtern, wird den Einwohnern von Lanzarote erlaubt, die Insel zu verlassen. Die Hälfte der Bevölkerung, die andere Hälfte musste bleiben, wandern auf die Nachbarinsel Gran Canaria aus.
1824 erneuter Vulkanausbruch, diesmal im Bereich von Tiagua. Wegen den vulkanischen Aktivitäten hat Lanzarote auch den Beinamen Feuerinsel.

Vulkanische Aktivitäten auf Fuerteventura

Fuerteventura ist die älteste Insel der Kanaren und etwa 20,6 Millionen Jahre alt. Auch sie ist vulkanischen Ursprungs. Die letzten vulkanischen Aktivitäten auf Fuerteventura liegen allerdings schon lange zurück, sie erloschen vor etwa 4000 bis 5000 Jahren. Der höchste Berg auf Fuerteventura ist der Pico de Jandía mit 807 Metern.

Vulkane auf Gran Canaria

Der Dedo de Dios (Finger Gottes), der 2005 vom Tropensturm Delta regelrecht abgerissen wurde, ist der Überrest eines Vulkankraters. Der Mantel des Vulkans ist vom Wind verweht, nur noch die Lava-Füllung des Schlots ragt noch heraus.
Pico de las Nieves, 1949 Meter hohe, bereits erloschener Vulkan, der höchste Berg von Gran Canaria.

Vulkane auf Teneriffa

Der höchste Berg Spaniens liegt auf Teneriffa. Es ist der Pico del Teide (3718 Meter hoch), ein erloschener Vulkan. Daher sind seine Hänge auch kaum bewachsen. Der letzte Ausbruch ereignete sich 1798 mit den Narices del Teide, der Teil des Nachbarvulkans Pico Viejo (3134 Meter) und westlich des eigentlichen Pico de Teide liegen. Auch der 200 Meter hohe El Piton entstand aus einem älteren Krater. Beim Teide handelt es sich um einen Schichtvulkan. Vor dem Vulkanausbruch von 1798 ist noch einer zwischen 1704 und 1706 überliefert.
Alexander von Humboldt und sein Gefährte, der Botaniker Aimé Bonpland, die auf den Weg nach Amerika einen Zwischenaufenthalt hatten, bestiegen den Pico del Teide und untersuchten den Krater des Vulkans.

Vulkanische Aktivitäten El Hierro

Die Kanareninsel El Hierro ist die jüngste Insel der Kanaren und wie ihre Schwesterinseln auch vulkanischen Ursprungs. El Hierro ist noch jünger als Lanzarote. Der einzige Vulkanausbruch, der dokumentiert ist, fand 1793 mit dem Ausbruch des Lomo Negro bei Playa Verodal statt. Er war von Erdbeben begeleitet. Während der mittleren Ausbruchsperiode auf El Hierro türmte sich da wo heute das Tal El Golfo ist, ein riesiger Vulkan auf, der schließlich unter seinem eigenen Gewicht weg brach. Dabei könnte eine große Flutwelle (Tsunami) ausgelöst worden sein. Von dem Vulkan blieben nur die steilen Felswände übrig.

Erdbeben als Vorboten für einen Vulkanausbruch auf El Hierro

Mitte 2011 macht eine Serie von Erdbeben auf El Hierro den Experten Sorgen. Immer wieder werden kleinere Beben auf der Insel selbst und im Küstengebiet davor registriert, bis zu 3,8 auf der Richterskala werden von einigen dieser Erdbeben erreicht. Ende September 2011 setzen die Behörden auf El Hierro dann die Warnstufe von grün auf gelb hoch, die Warnstufe, die anzeigt, ob man mit einem Vulkanausbruch rechnen muss. Die Anhebung der Vulkan-Warnstufe sorgt erstmal nur dafür, dass die entsprechenden Notfallpläne aus den Schubladen geholt werden. Evakuierungen werden nicht vorbereitet. Angeblich liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Vulkanausbruch trotz der Vorboten bei nur zwölf bis 15 Prozent. Inzwischen gibt es vor La Restinga im Süden von El Hierro einen Unterwasservulkan Vulkanausbruch El Hierro

Unterseeischer Vulkan vor El Hierro

Mitte Oktober wurde dann vor der Küste von El Hierro eine unterseeische Eruption entdeckt bei der es sich wohl um einen Vulkanausbruch unterhalb des Meeresspiegels handeln kann. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass damit die Gefahr eines Vulkanausbruchs auf El Hierro selbst gesunken ist, da die Gase und das Magma nun durch den Unterwasservulkan entweichen können. Allerdings kommt es einem Tag nach der Entdeckung der Eruption im Atlantik zur Evakuierung von La Restinga. Die Evakuierung wird nach zehn Tagen beendet. Allerdings kommt es im November zu einer Magmaexplosion des Unterwasservulkans und in der Folge zu einer über dem Wasserspiegel sichtbaren mehreren Meter hohen Säule aus Asche und Dampf. La Restinga wird erneut evakuiert.

Vulkanausbrüche
Geschichte der Kanaren
Bilder Gran Canaria
Bilder Teneriffa
News Kanaren
Geschichte der Kanaren
Webcams Gran Canaria
13 höchste Berge Spaniens


Aktuelle Artikel bei Spanien Bilder


Spanien Bilder 2017 | Impressum | Inhalt | Spanien Top Bilder | Neue Bilder | Zum Seitenanfang Vulkanausbrüche Vulkane auf den Kanaren