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Spanische Atomkraftwerke. AKWs in Spanien.

In Spanien gibt es insgesamt zehn Kernkraftwerke. Im Jahr 1983 wurde ein Moratorium verabschiedet, dass eigentlich den Ausstieg aus der Atomkraft bedeuten sollte. Danach wurden aber noch mehrere Kernkraftwerke fertig gestellt, Neubaupläne wurden verschoben und 1994 endgültig verworfen. Im selben Jahr wurde auch der Reaktor Vandellos 1 aus Sicherheitsgründen stillgelegt. Das eine oder andere spanische AKW sorgt auch immer wieder für Schlagzeilen.

2004 kam es in Spanien zu einem Regierungswechsel. Die sozialistische PSOE (entspricht in etwa unserer SPD) löste die konservative Volkspartei Partido Popular als Regierungspartei ab. Damit hat sich auch die Atomkraft-Politik in Spanien gewandelt. Die neue Regierung beschloss 2006 einen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2024. Der Ausstieg aus der Kernenergie soll schrittweise erfolgen.

Aktuell befinden sich in Spanien acht Atomkraftwerke am Netz: Santa María de Garño (Kastilien-Leon), Almaraz I und II (Extremadura), Asco I und II (Katalonien), Cofrentes (Valencia), Vandellós II (Katalonien) und Trillo (Kastilien-La Mancha).
Demontiert wurden bzw. die Demontage wurde begonnen: Vandellós I und José Cabrera (auch als Zorita bekannt).
Nicht mehr am Netz sind: Lemóniz I und II (Baskenland), Valdecaballeros I und II, Trillo II.
Auf den Kanaren und Balearen gibt es keine Atomkraftwerke.

Atomkraftwerk Santa María de Garoña

Befindet sich in Garoñá, Burgos (Kastilien-Leon). Das Atomkraftwerk ging 1971 ans Netz, es sollte 2009 vom Netz genommen werden. Allerdings wurde im Juli 2009 beschlossen, die Laufzeit des AKW Santa Maria de Garoña bis 2013 zu verlängern. Als Datum für die Stilllegung wurde der 1. April 2013 verkündet.
Ältestes spanisches AKW soll 2013 vom Netz
Seit 2006 das AKW José Cabrera (Zorita) vom Netz ging, ist es das älteste noch in Betrieb befindliche Atomkraftwerk in Spanien. Die Zentrale des Atomkraftwerks befindet sich im Tal von Tobalina, direkt am Ebro, das Ebrowasser wird zur Kühlung genutzt.Die nächsten Städte sind: Miranda de Ebro (32 Kilometer), Vitoria (64 Kilometer), Burgos (91 Kilometer) und Bilbao (96 Kilometer).
Mit dem Bau des AKW war 1966 begonnen wurde. Am 2. März 1971 war Fertigstellung.
In dem Atomkraftwerk wurde 2003 etwa 3,8 Millionen Kilowattstunden produziert, das entspricht ewta 50 Prozent des Jahresbedarfs von Kastlien-León.
Das Atomkraftwerk gehört jeweils zur Hälfte der Iberdrola und Endesa.


Atomkraftwerk in Almarez I und II

Das Atomkraftwerk von Almarez liegt in der Provinz Cáceres (Extremadura) am Fluss Tajo. Mit dem Bau wurde 1972 begonnen. Der erste Reaktor wurde 1981 fertig gestellt, der zweite 1983. Das AKW in Almarez war der vierte Bau eines Atomkraftwerkes in Spanien. Das Atomkraftwerk wird betrieben von der Endesa (36 Prozent), Iberdrola (53 Prozent) und von der Union Fenosa (11,29 Prozent).

Atomkraftwerk Ascó I und II

Dieses Atomkraftwerk befindet sich in der Provinz Tarragona (Katalonien). Der erste Reaktor ging im Dezember 1984 ans Netz, der zweite im März 1986. Asco I gehört zu 100 Prozent der Endesa, Asco II zu 85 Prozent der Endesa und zu 15 Prozent der Iberdrola.

Atomkraftwerk Cofrentes

Das Atomkraftwerk Cofrentes liegt in der autonomen Gemeinschaft Valencia. Das Kraftwerk ist seit 1984 im Dienst. Das AKW liegt am Fluss Júcar. Die Entfernung bis nach Valencia beträgt 110 Kilometer. Der Plan für den Bau des Atomkraftwerks Cofrentes wurde im März 1973 beschlossen.
Das AKW ist zu 100 Prozent Eigentum der Iberdrola.

Atomkraftwerk in Vandellós

Auch dieses Atomkraftwerk liegt in der Provinz Tarragona (Katalonien) und zwar in der Nähe von Hospitalet de L'Infant.
Am 19. Oktober 1989 ereignete sich im Atomkraftwerk Vandellos I ein Feuer in der Turbinenzone. Von den zuständigen Stellen wurde der Zwischenfall in Stufe drei eingeschätzt, als wichtiger Zwischenfall, bzw. schwerer Unfall. Radioaktivität trat aber nicht aus. Durch den Unfall wurde der Block irreparabel beschädigt. Block I ist seitdem abgeschaltet, es wird bis 2028 dauern, bis er zurückgebaut ist.
Vandellos II wurde 1988 in Betreib genommen und gehört zu 72 Prozent der Endesa und zu 28 Prozent der Iberdrola.

Atomkraftwerk in Trillo

Dieses Atomkraftwerk ist seit 1987 im Netz, es ist eins der modernsten in Spanien. Das AKW liegt in der Provinz Guadalajara (Kastilien-La Mancha).

Atomkraftwerk in Almonacid de Zorita

Das älteste Atomkraftwerk Spaniens ist 2006 nach 38 Jahren endgültig abgeschaltet worden. Das Atomkraftwerk befand sich bei Almonacid de Zorita im Osten der Hauptstadt Madrid. Bis 2015 soll das Kraftwerk komplett abgebaut werden, die Kosten dafür werden auf 170 Millionen Euro geschätzt. Das Kraftwerk war 2002 noch von der konservativen Regierung von Ministerpräsident José María Aznar geschlossen worden, zuvor war das Atomkraftwerk wiederholt wegen technischer Probleme in die Schlagzeilen geraten.
Das Kraftwerk hatte eine Kapazität von 150 Megawatt und war damit nicht nur das älteste Atomkraftwerk in Spanien sondern auch das mit Abstand Kleinste.
Die Einweihung des Atomkraftwerks geschah 1968 in Beisein von Diktator Francisco Franco.



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