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Gutes Benehmen in Spanien

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Spanien ist vielfältig. Das trifft auch auf seine Einwohner zu. Wer sich in Spanien nicht daneben benehmen will, sollte das eine oder andere dann doch beachten.

In Spanien wird spanisch gesprochen?

In weiten Teilen des Landes stimmt das auch. Aber im Baskenland macht man mit Baskisch eine gute Figur, in Galicien mit Galicisch und mit Katalan bzw. Valenciano kommt man gleich in Katalonien, Valencia und auf den Baleareninseln Mallorca und Menorca weiter. Wer Katalan versteht, wird auch mit Valenciano keine Probleme haben und umgekehrt, da die beiden Sprachen miteinander verwandt sind. Ein absolutes Fettnäpfchen hat man sicher, wenn man diese Sprachen als spanischen Dialekt missversteht, es handelt sich um eigene Sprachen. Ein Gegenüber, der sich stolz über seine eigene Sprache zeigt, wird auch meist wenig begeistert sein, wenn man ihn als Spanier ansieht und nicht beispielsweise als Basken oder Katalanen. Die Bewohner der Kanaren sprechen zwar Spanisch, die meisten von ihnen verstehen sich allerdings nicht als Spanier sondern als Canarios.

Die Siesta

Da die Siesta inzwischen wenig zeitgemäß ist und für eine ständige Übermüdung der Menschen sorgen soll, so die spanische Regierung, wird inzwischen sogar versucht ihr per Gesetz beizukommen. Die wenigsten Arbeitnehmer hätten die Möglichkeit die Siesta zu Hause zu verbringen und kämen daher eh nicht zu einem Nickerchen. Die Folge dazu, die Arbeitnehmer kommen spät nach Hause, darunter leidet das Familienleben, das späte Abendessen sorgt dann noch dazu, das der Durchschnittspanier ständig übermüdet ist. Ob die Versuche per Gesetz der Siesta bei zukommen, erfolgreich ist, bleibt abzuwarten.
Die meisten Geschäfte schließen zwischen 14 und 17 Uhr (im Norden des Landes bis 16 Uhr) ihre Pforten, ausgenommen sind natürlich die großen Ladenketten, die ganzen Tag über geöffnet haben. Nach Ende der Siesta wird häufig noch bis 20 Uhr gearbeitet, dann ist Ende. So sind die allgemeinen Publikumszeiten in Ämtern aber auch Banken demzufolge auch zwischen 9 und 14 Uhr vormittags.
Als extrem unhöflich gilt es, während der Siesta zu stören.

Pünktlichkeit in Spanien

Auch hier gibt es regionale Unterschiede. Im Süden kann es durchaus üblich sein, dass man zu einer Verabredung bis zu eine halbe Stunde zu spät kommt, in Katalonien wäre dies eine grobe Unhöflichkeit. Gerade die Katalanen haben in Spanien den Ruf äußerst pünktlich zu sein. Und eine Sprachbesonderheit gilt auch vielerorts: Mañana (Morgen) bedeutet nicht unbedingt Morgen, sondern viel mehr später. Und hört man gar mañana, mañana, dann kanns einige Tage dauern.

Kleidungsordnung bei der Arbeit

Im Geschäftsleben sind Anzug und Hemd selbstverständlich. Sommerkleidung sollte man nicht bei Geschäftsterminen tragen. Gleiches gilt für Frauen. Wenn große Hitzewellen in Spanien den Ton angeben, kann es sein, dass Ausnahmen gelten, und man die Krawatte und den Sakko zu Hause lassen kann, aber das ist auch wirklich nur bei einer absoluten Hitzewelle mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius und das über mehre Tage hinweg der Fall.

Essen und Trinken in Spanien

Das Frühstück (desayuno) fällt bescheid aus und besteht meist nur aus einer Tasse Kaffee und einem Keks. Wird das Frühstück außerhalb eingenommen, dann kann es auch eine heiße Tasse Schokolade und eine Portion churros (in Fett ausgebackenes Spritzgebäck) als Start in den Tag sein. Das zweite Frühstück wird meist in einer Bar zu sich genommen. Hier kommen dann auch die Schokolade und Churros ins Spiel und häufig steht dann auch das erste Bier auf dem Tisch. Dazu reicht der Wirt meist Knabberkram, dessen natürliche Verpackung sich auf dem Fußboden wieder findet.
Das Mittagessen, la comida, findet zwischen 14 und 15 Uhr und kann sich über Stunden hinziehen statt. Übrigens wäre es undenkbar in Spanien Paella Abends zu essen (das tun nur Touristen), diese kommt mittags auf den Tisch. In vielen Familien ist es außerdem Tradition, dass die Paella vom Mann des Hauses zubereitet wird.
Wer zwischen Mittagessen und Abendessen etwas zur Überbrückung brauch, und zu Kaffee und Kuchen greift, nimmt eine merienda zu sich. Das Abendessen, la cena, beginnt meist erst gegen 22 Uhr. Während in Gebieten, in denen viele Touristen unterwegs sind, es kein Problem ist bereits vorher in einem Restaurant etwas zu essen zu bekommen, kann dies im Hinterland und touristisch wenig erschlossenen Gebieten durchaus zum Problem werden.

Beim Essen

Der Spanier ist grundsätzlich alles mit Brot und zwar wirklich alles, was Unkundige schon zu dem Spruch verleitet hat, auch Brot würde grundsätzlich nur mit Brot gegessen. Natürlich gibt es auch hier regionale unterschiede und gesellschaftliche Wandlungen, aber Brot gehört meist dazu.
Zum Essen gehört Wasser, aber nur ohne Kohlensäure.
Unhöflich wäre es in Spanien den Teller leer zu essen, denn dann hat man zu wenig erhalten und steht hungrig auf, aus Augen der Gastgeber. Ein Anstandsrest gehört also auf den Teller.

Wer zum Essen eingeladen wurde, sollte sich mit einer Gegeneinladung revanchieren.

Tapas - nette Tradition

Tapas sind nette kleine Appetithäppchen, die in Tapas-Bars zu Wein oder Bier gereicht werden. Um die Entstehung der Häppchen zum Trinken ranken sich einige Legenden. Wahrscheinlich wurden die Häppchen aber auf einen Deckel serviert, der alkoholische Getränke abdeckte. Der Deckel musste beschwert werden, damit er nicht wegflog. Tapas können eine Portion Erdnüsse sein, aber auch marinierte Sardellen oder Muscheln. Oliven und Schinken gehören auch häufig dazu. Zum Tapas Essen trifft man sich meist mit einer netten Gruppe.

Im Restaurant - Trinkgeld in Spanien

Es ist nicht üblich aufzurunden, wie bei uns. Man erhält die Rechnung meist auf einem kleinen Teller oder einen Brettchen. Darauf legt man, oder klemmt die Scheine fest, das ganze kommt retour und dann lässt man einfach den passenden Betrag als Trinkgeld darauf zurück. In Restaurants gelten fünf bis zehn Prozent als angemessen.

Die Rechnung

Die Rechnung lässt man sich in Spanien nicht aufschlüsseln. Geht man also in einer größeren Truppe zum Essen wird die gesamte Summe von einem komplett übernommen und dann der Betrag untereinander aufgeteilt.

Kinder in Spanien

Spanien ist Kinderfreundlich. Das heißt zum einen, dass man seine Kinder auch ohne Probleme Abends mit ins Restaurant nehmen kann, aber man sollte sich dann auch nicht über Kinder im Restaurant stören. Im Sommer, wenn die Kinder Ferien haben, gut drei Monate immerhin, sind die Kinder dann auch bis spät in der Nacht mit dabei, vor allem bei den Fiestas und Patronatsfesten.

Siehe auch spanische Kochrezepte im Spanien Lexikon.


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