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Schlacht von Clavijo

Legendäre Schlacht zwischen Christen und Mauren im Jahre 844 oder 834. Etwas genauer ist die Überlieferung bei der Angabe des Datums, die Schlacht soll am 23. Mai stattgefunden haben. Ort des Kampfes zwischen Christen und Mauren war das Campo de la Matanza in der Nähe von Clavijo (in der heutigen Region La Rioja). Auf der einen Seite standen die Christen, angeführt von König Ramiro I. von Asturien, auf der anderen Seite die Mauren, ihre Streitmacht wurde angeführt Abd ar-Rahman II., Emir von Cordoba. Der Überlieferung nach soll König Ramiro die Schlacht von Clavijo gewonnen haben. Ob die Schlacht wirklich so stattfand ist umstritten. Wenn es eine solche Schlacht gegeben habe, so die Forscher, dann habe sie aber erst nach Ramiros Tod stattgefunden. Von der Schlacht wird in einer Urkunde berichtet, die von König Ramiro wenige Tage nach dem Sieg ausgestellt worden sein soll. Datiert ist die Urkunde über die Schlacht von Clavijo auf den 25. Mai 844, ihr Titel ist Privilegio de los Votos. Die Urkunde wurde allerdings Mitte des 12. Jahrhunderts von dem Geistlichen Pedro Marcio in Santiago de Compostela gefälscht, als Quelle taugt sie daher nichts. Zu ihrer Entstehungszeit wurde die Urkunde aber für wahr gehalten und so wurde sie im 13. Jahrhundert von den Chronisten Lucas von Tui und Rodrigo Jiménez de Rada aufgegriffen. Und auch in spätere Geschichtswerke fand sie Eingang, insbesondere in die Estoria de España (Crónica General). In der Urkunde werden König Ramiro verschiedene Aussagen zugeschrieben, erstmals erwähnt wird in ihr auch der Tribut der einhundert Jungfrauen, der an die Muslime zu enttrichten sei. Ramiro habe, anders als seine faulen und nicht Kampfeswilligen Vorgänger, den Tribut an die Mauren verweigert und sich dem Kampf gestellt. Zunächst habe man den Mauren aber weichen müssen. Zur Schlacht kam es dann bei Clavijo. In der Urkunde wird dann weiter erzählt, dass König Ramiro der heilige Apostel Jakobus (Santiago) als Schutzheiliger Spaniens im Traum erschienen sei. Der Apostel habe ihm für die kommende Schlacht Hilfe versprochen. Als der Morgen der Schlacht dann angebrochen sei, seien die christlichen Truppen mit dem Ruf "Hilf uns, Gott und heiliger Jakob!" in den Kampf gezogen. Der Apostel selbst sei als Ritter auf einem Schimmel erschienen, habe sich den christlichen Scharren also angeschlossen. Das christliche Heer, ob dieser heiligen Unterstützung, habe gesiegt. 70.000 Feinde auf Seiten der Mauren seien gefallen. Um sich bei der Hilfe zu bedanken habe König Ramiro nach der Schlacht der Jakobskirche in Santiago eine jährliche Zahlung gewährt. Ob die Schlacht nun stattfand oder nicht, Santiago erhielt aufgrund seiner legendären Unterstützung der christlichen Seite den Titel Metamoros (Maurentöter). Ob die Schlacht von Clavijo wirklich stattgefunden hat ist deswegen strittig, weil sämtliche Quellen aus dem 9. Jahrhundert diese nicht erwähnen. Die Schlacht am Monte Laturce, auch bekannt als zweite Schlacht von Albeda, im Jahr 859 oder 860 zwischen Christen und Mauren, könnte als Vorlage für die Schlacht von Clavijo gedient haben. Die Beteiligung von Apostel Jakob an der Schlacht hat einige Künstler beeinflusst und so gibt es zahlreiche Darstellung, wie der Heilige auf Seiten der Christen sich beteiligt.

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