Real Madrid Castilla



Real Madrid Castilla ist die Zweitmannschaft des spanischen Rekordmeisters Real Madrid.. In der Saison 2005/2006 wurde Real Madrid Castilla Elfter der Tabelle der zweiten Liga. Am Ende der Saison 2006/2007 war Castilla nur viertletzter und stieg damit in die Segunda Division B (Gruppe I), der dritten Spielklasse des spanischen Fußballs ab. Gespielt wird im Alfredo-Di-Stéfano-Stadion, benannt nach dem Ehrenpräsidenten von Real Madrid Alfredo di Stefano.

Bis zur Gründung von Real Madrid Castilla war der Fußballclub AD Plus Ultra zwischen 1947 und 1972 die Talentschmiede von Real Madrid. Dazu hatte Real Madrids Präsident Santiago Bernabéu eine Übereinkunft mit dem 1930 gegründeten Fußballverein Agrupación Deportiva Plus Ultra geschlossen. Zur Zeit der Übereinkunft spielte AD Plus Ultra in der spanischen Tercera División (dritthöchste Spielklasse). Durch die Übereinkunft erhielt AD Plus Ultra finanzielle Unterstützung von Seiten Real Madrid und Real Madrid bekam das Recht jederzeit auf Spieler des Vereins zugreifen zu dürfen oder diese auch zu übernehmen.

Im Sommer 1972 wurde AD Plus Ultra als Fußballverein aufgegeben, die Lizenz als Real Madrids Zweitmannschaft wurde auf Castilla Club de Fútbol übertragen. Bei dem Verein handelte es sich um eine Gründung durch den Mutterverein Real Madrid.

Zu den größten Erfolgen von Castilla CF gehört das erreichen des Finale im spanischen Königspokal Copa del Rey im Jahre 1980. Im Endspiel unterlag der Filialclub von Real Madrid aber dann dem großen Bruder dann 1:6, da Real Madrid im gleichen Jahr allerdings spanischer Meister wurde, durfte Castilla CF in der darauf folgenden Saison im Europapokal der Pokalsieger antreten. Real Madrid spielte im Europapokal der Landesmeister (heute Champions League). Im Europapokal der Pokalsieger war für den FC Castilla dann allerdings bereits in der ersten Runde Schluss. Das Hinspiel gegen West Ham United gewannen die Spanier noch 3:1, das Rückspiel konnte West Ham United 5:1 nach Verlängerung für sich entschieden. Real Madrid schaffte es im Europapokal der Landesmeister bis ins Finale und unterlag dort dem FC Liverpool 0:1 (mit im Team damals Uli Stielike).

Die Saison 1983/1984 beendete Castilla CF als Meister der Segunda Division. Da aber Zweitmannschaften nicht in der gleichen Spielklasse spielen dürfen, wie die erste Mannschaft, blieb Castilla CF er Aufstieg in die Primera Division in Spanien verwehrt.

1990 erfolgte die Umbenennung in Real Madrid B, Grund war ein Dekret des spanischen Fußballverbandes. Den Spitznamen el Castilla behielt der Verein aber bei.

Eine Reihe von namhaften Spielern schafften es aus der B-Mannschaft in die A-Mannschaft von Real Madrid, darunter der spanische Nationalspieler Raúl, der Torhüter Iker Casillas und auch Raúl Bravo. Einige Spieler gingen nach der Zwischenstation bei Real Madrid erst noch in andere Vereine, bevor sie ihren Durchbruch erlebten: Der Kameruner Stürmer Samuel Eto'o, der nach einer Zeit beim RCD Mallorca nun für den FC Barcelona spielt, dem Argentinier Esteban Cambiasso, heute Inter Mailand, Mista, heute Atlético de Madrid und andere. Aber auch Luis Aragnés, heute Trainer der spanischen Nationalmannschaft, begann seine Fußballerkarriere bei Castilla CF.

Real Madrid Castilla

2005 wurde der Verein in seinen heutigen Namen umbenannt. Die Klubführung erreichte beim spanischen Fußballverband die Erlaubnis Real Madrid B in Real Madrid Castilla umzubenennen.

Trainer von Real Madrid Castilla ist zur Zeit José Miguel González (Michel), zuvor betreute er Rayo Vallecano. Für Real Madrid spielte er in seiner Zeit als aktiver Fußballer 546 Spiele und erzielte dabei 125 Tore. Auch in der spanischen Nationalmannschaft kam er zum Einsatz, insgesamt 66 Mal, dabei schoss er 21 Tore.

Die Saison 2006/2007 beendete Real Madrid Castilla in der Segunda Division auf einen Abstiegsplatz, der Verein spielt in der nächsten Saison in der dritten Liga in Spanien.

Real Madrid Vereinsinfos | Real Madrid Spielplan 2007/2008

 

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