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Skifahren in der Sierra Nevada in Andalusien

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In Andalusien im Süden von Spanien kann man einen Urlaub am Strand nicht nur mit viel Kultur (Granada, Alhambra) sondern auch mit einem Skiurlaub verbinden. Ganz in der Nähe von Granada, im 15. Jahrhundert Hauptstadt des Sultanats der Nasriden in Spanien, befindet sich die Sierra Nevada (spanisch für verschneites Gebirge). Dort gibt es zwischen dem Pradollano (etwa 2000 Meter Hoch) und dem Pico Veleta (3366 Meter hoch) das Skigebiet der Sierra Nevada. Insgesamt 61 Kilometer Abfahrt, verteilt auf 39 Pisten, die von europäischen und US-amerikanischen Spezialisten entworfen worden sind, bieten optimale Bedingungen zum Skilaufen. So fanden hier auch die Alpinen Skiweltmeisterschaften des Jahres 1996 statt. Allerdings muss man zugeben, dass die Sierra Nevada nicht 100 Prozent Schnee sicher ist. Denn eigentlich sollte die Alpine Skiweltmeisterschaft bereits 1995 hier stattfinden, aufgrund von Schneemangel wurde sie dann auf das Jahr 1996 verschoben. Auch wenn die Skiweltmeisterschaft im eigenen Land stattfand, Spanien blieb ohne Medaille. Bilder Sierra Nevada.


Schnee in der Sierra Nevada

In der Regel trägt die Sierra Nevada zwischen November bis Mai eine Schneehaube. Meist reicht es zum Skifahren, wenn es aber auch schon Zeiten mit Schneemangel gab.

Klima im Skiort Pradollano (Höhe 2507 Meter)

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
-2,9-4,4-3,4-0,60,99,916,615,29,96,30,1-0,7
86,791,278,85,853,629,76,111,733,769,085,293,1
In der ersten Zeile steht die mittlere Temperatur. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 3,9 Grad (alle Angaben in Grad Celsius). In der zweiten Zeile steht die Niederschlagsmenge pro Monat für Pradollano, im jährlichen Mittel liegt diese bei 962 mm.

Skipisten in der Sierra Nevada

Um die Qualität der Skipisten zu garantieren, gibt es mittlerweile 400 Skikanonen, die pro Stunde bis zu 1950 Kubikmeter Schnee produzieren können. Damit werden die Pisten bei Tag und Nacht im besten Zustand erhalten.

Auf die 61 Kilometer Schneepiste verteilt stehen 19 Lifte zur Verfügung, davon zwei Kabinenlifte (vier auskuppelbar), zwölf Sessellifte und fünf Zuglifte, von diesen haben vier einen direkten Anschluss an die Skipisten. Es gibt Skipisten folgender Kategorien: acht grüne, 33 blaue, 34 rote und vier Schwarze.

Romantiker können in der Nacht Ski fahren. Die Nachtbeleuchtung versetzt die weißen Skipisten dann in ein ganz besonderes Licht.

Auch für Anfänger ist die Sierra Nevada bestens geeignet, um den weißen Sport zu erlernen. Für Anfänger stehen acht grüne Pisten bereit.

Pradollano (Sol y Nieve)

Aber nicht nur Skifahren wird in der Sierra Nevada geboten. In Pradollano, dem Ferienort in der Gegen, gibt es nicht nur Hotels und Restaurants sowie Skischulen und Geschäfte für Skizubehör. Freizeit und Vergnügen kommen in Pradollano ebenfalls nicht zu kurz, dafür gibt es genügend Kneipen und Discos.

Von Pradollano (auch Sol y Nieve, Sonne und Schnee genannt) ist das Meer nur etwa 30 Kilometer entfernt. Vom Pico Veleta, dem dritthöchsten Berg Spaniens und nach dem Mulhacén (3482 Meter) der zweithöchste Berg Spaniens und dem höchsten auf dem Festland, kann man bei klarer Sicht das Meer und die afrikanische Küste sehen und auch in das etwa drei Kilometer tiefer liegende Granada. Sollte man also mal keine Lust auf Ski fahren haben, kann man auch einen Tagesausflug ans Meer unternehmen oder das geschichtlich interessante Granada und hier insbesondere die Alhambra erkunden. (Info: Der höchste Berg Spaniens ist der Teide (3718 Metern) auf der Kanareninsel Teneriffa.) Seit 1999 ist das Kerngebiet der Sierra Nevada als Nationalpark geschützt.

Höchste Berge der Sierra Nevada

Die höchste Erhebung der Sierra Nevada ist der Mulhacèn (3482 Meter), gefolgt vom Pico del Veleta (3397 Meter) und dem Alcazaba (3392 Metern). Den Pico del Veleta erreicht man über die höchstgelegen Landstraße Europas (wurde 1989 geschlossen), allerdings geht es nur bis auf 2500 Meter hoch, bis zur Hoya de la Mora, den Rest des Weges muss man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den Bussen des Nationalparks bewältigen.

Die Sierra Nevada ist etwa 80 Kilometer lang und zwischen 15 und 30 Kilometer breit. Insgesamt erstreckt sich die Sierra Nevada über 2000 Quadratkilometer.

Die Sierra Nevada zieht sich in Spanien in westöstlicher Richtung an einem Teil der südlichen Mittelmeerküste entlang. Teilweise reichen die Steilhänge der Sierra Nevada bis direkt an das Mittelmeer heran, so zum Beispiel in und um Almeria. Die Sierra Nevada trägt meist von November bis Mai eine Schneehaube und das Gebirge ist Teil der Beltischen Kordillere. Die Sierra Nevada entstand durch das Aufstauchen der europäischen Kontinentalplatte, unter die sich die afrikanische schiebt. Daher ereignen sich in dieser Gegend auch mehrfach im Jahr mehrere leichte Erdbeben.

Biosphärenreservat und Naturpark Sierra Nevada

Seit 1986 wurden Teile der Sierra Nevada zum Biosphärenreservat, 1999 zum Naturpark erklärt. Hier gibt es 66 endemische Pflanzenarten und 80 lokale Tierarten.

Die Sierra Nevada eignet sich nicht nur zum Skifahren, sondern auch zum Wandern.

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Externer Link: Sierra Nevada Ski

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