Mit dem Zug von Barcelona nach Madrid
Die spanische Eisenbahngesellschaft Renfe baut schon seit längerem das Hochgeschwindigkeitsnetz in Spanien aus. Ende 2007 hatte dieses AVE-Netz bereits eine Gesamtlänge von 1543 Kilometer, bis 2010 sollen es 2230 Kilometer werden. Es wäre, so Spanien, das längste Hochgeschwindigkeitsnetz der Welt. Teil dieses Projektes ist die spanische Hauptstadt Madrid mit Barcelona in Katalonien zu verbinden und diese Strecke dann auch noch bis zur französischen Grenze auszubauen. Bisher geht die Zugstrecke von Madrid nur bis nach Camp de Tarragona, etwas südlich von Barcelona. Wenn das Teilstück fertig ist, soll die Strecke Madrid bis Barcelona 625 Kilometer lang sein und Renfe hofft, die Strecke dann in zweieinhalb Stunden bewältigen zu können. Der AVE, der Hochgeschwindigkeitszug der Renfe, soll dafür eine Spitzengeschwindigkeit von 350 Stundenkilometern erreichen.
Offenbar gibt es nun die ersten Tests auf dem neuen Streckenabschnitt. Gut abgeschirmt von neugierigen Fahrgästen stand wohl heute ein AVE im Bahnhof Sants von Barcelona bereit, um den die Neubaustrecke zwischen Barcelona und Tarragona auszuprobieren. Bei diesem Tauglichkeitstest kommt der S-103 von Siemens zum Einsatz, eine Fortentwicklung des ICE3. Am 16. Juli 2006 stellte eine dieser Garnituren mit 404 km/h den Geschwindigkeitsrekord auf spanischen Schienen auf. Damit wurde er zum schnellsten Serienzug der Welt, denn dieser war kein spezieller Prototyp und hat ohne Umbauten diese Geschwindigkeit aus dem Stand erreicht.
Die Eröffnung der Strecke Madrid nach Barcelona soll, statt wie geplant noch 2007, nun am 21. Februar 2008 stattfinden. Dafür müssen aber alle Tests positiv verlaufen. Die Einwohner von Barcelona wird es freuen, so hat ihr Leiden im letzten Jahr wenigsten etwas Gutes, wegen der Bauarbeiten fiel mehrfach wichtige Linien der U-Bahn aus, so dass man sich mit Bussen durch die katalanische Hauptstadt bewegen musste. Ein Verkehrschaos war die Folge.
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Aktuelle Nachricht aus Spanien, Katalonien, Madrid aus dem Bereich Wirtschaft vom 8-2-2008.
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